S/4HANA-Freiberufler ist offen für ein neues Projekt

Der Freiberufler Timo Götte ist bereits ab dem 11.7. wieder offen für neue Projekte. Seine S/4HANA-Schwerpunkte „Produktion und Logistik“, ergänzt er um ein modul- und systemübergreifendes Verständnis (Gesamtprozesse und Systemarchitekturen). Daneben zeichnen ihn seine sehr selbständige, systematische und professionelle Arbeitsweise aus. Herr Götte wickelt Projekte überwiegend aus dem eigenen Büro oder lokal beim Kunden Vorort ab (Großraum Hannover).

Verschaffen Sie sich gerne einen ersten Überblick über sein Kompetenzprofil und in einem persönlichen Gespräch (Goette@S4-Experts bzw. 01522 4070046).

SAP S/4HANA und ERP Freiberufler Timo Götte

Konfiguration der S/4HANA Fabrikkalender

Die Konfiguration der Feiertage, Feiertags- und Fabrikkalender erfolgt über die Customoizing-Transaktion SCAL.

Ablauf
– Pflege der Feiertage
– Zuordnung von Feiertagen zum Feiertagskalender
– Feiertagskalenderzuordung zu Fabrikkalendern
– Ggf. Sonderregelpflege (z.B. Kurzarbeit)
– Fabrikkalenderzuordung zum Werk (OX10)

Die Definition der Feiertage erlaubt auch komplexere Konstellationen (z.B. bestimmte Tage vor/nach Ostern) abzubilden oder z.B. freie Tage zu garantieren (Feiertag der auf ein Wochenende fällt, wird auf den nächsten Werktage verschoben). Sonderregeln erlauben es zudem z.B. Kurzarbeit oder Werkferien abzubilden.

Customizingtabellen (SE11)
– Fabrikkalender-Definition (TFACD)
– Fabrikkalendertexte (TFACT)
– Feiertagskalender (THOC)
– Feiertagsdefinitionen (THOCD)
– Feiertage (THOL)
– Feiertagstexte (THOLT)

SAP S/4HANA Lieferplanabwicklung mit Lieferplanabrufen

Lieferpläne können auf Kontrakten oder anderen Einkaufsbelegen basieren und werden über die Transaktion ME31L angelegt (Fiori-App Lieferplan anlegen). Später kann innerhalb der Lieferpläne, über die Transaktion ME33L oder die Fiori-App „Lieferplan anzeigen“, die Abrufdokumentation eingesehen werden. Dies setzt die Wahl einer passenden Vertragsart (Belegtypen siehe SM30 VV_T161_VL) voraus, die die Abrufdokumentation vorsieht. So können dann z.B. aktuelle Lieferplanabrufe mit vergangenen verglichen werden, um z.B. Mengenabweichungen zu analysieren. Neben den in Einkaufsbelegen üblichen Einträgen (Gültigkeit, Incoterms, Zahlungsbedingungen, Konditionen usw.), finden Sie auch Fixierungshorizonte. Mit deren Hilfe können Sie Verbindlichkeitsgrade pflegen sowie die automatischen Änderungen im Bedarfsplanungslauf aussteuern. Da es bei kurzfristigen Änderungen ggf. zu Produktions- und Materialerstattungsansprüchen seitens der Lieferanten kommen kann, werden automatische Änderungen von MRP im kurzfristigen Horizont bevorzugt ausgeschlossen.

S/4HANA Lieferplanabwicklung Lieferplaneinteilungen Lieferplanabrufe

Die Grafik veranschaulicht inwiefern der Disponent in den Prozess eingreifen muss bzw. kann (blau). Später kann fast alles im Hintergrund laufen (grau) und der Disponent muss sich nur noch um Ausnahmen kümmern. Die vier orangen Prozessschritte werden im Folgenden näher erläutert:

Einerseits können via ME38 manuell Einteilungen angelegt oder automatisch über die Fiori-App „MRP Live“ bzw. Transaktion MD01N angelegt werden. Der Bedarfsplanungslauf kann später via Job erfolgen, sodass Einteilungen automatisch erzeugt werden. Die Transaktion MD04 wurde in S/4HANA um eine Fiori-App „Bedarfs-/Bestandsliste überwachen“ ergänzt. Mit dessen Hilfe die Einteilungen nicht nur überwachst, sondern auch direkt geändert werden können.

Die direkte Übermittlung der Einteilungen an den Lieferanten ist eher unüblich, aber möglich. Es werden meist zusätzlich Lieferplanabrufe angelegt; manuell z.B. via ME84 oder via Fiori-App „Lieferplanabruf anlegen“. Die Ergänzung um stundengenaue Feinabrufe wäre auch noch möglich, soll hier aber nicht weiter betrachtet werden.  Die automatische Erzeugung von Lieferplanabrufen kann später über einen Job (RM06EFLB) eingeplant werden. Die Einteilungen bleiben im vorgestellten Szenario also interne Belege und zur externen Kommunikation werden Lieferabrufe eingesetzt.

Für diese Lieferabrufe kann dann zusätzlich ein „Stopping“ implementiert werden (SM30: V_T163P). So kann bei großen Mengenabweichungen zu anderen Lieferplanabrufen, bei geändertem Revisionsstand des Materials oder gültig werden eines Nachfolgematerials ein sogenanntes „Stopping“ ausgelöst werden. Der Disponent muss dann über die Transaktion ME89 explizit eine Entscheidung (Freigabe) treffen. Dies ist der einzige Schritt, welcher später zwingend manuell durchgeführt werden muss.

Denn auch das Versenden des Lieferabrufs, kann über einen Job (RM06ENDR_ALV) erfolgen. Manuell kann dies aber auch über die Fiori-App „Lieferplanabrufe drucken“ oder Transaktion ME9E veranlasst werden. 

Customer-Vendor-Integration (CVI) und S/4HANA-Geschäftspartner

Geschäftspartnerstämme gibt es auch bereits im ERP-System. Diese wurden für spezifische Anwendungen (z.B. FSCM) und Industrien verwendet. Für die Brownfield-Einführung des S/4HANA-Systems müssen daher bereits in SAP ERP alle Kunden und Lieferanten mit Geschäftspartnerstammsätzen verbunden werden. Im Rahmen des SAP Readiness Checks wird geprüft, wie viele Kunden und Lieferanten noch nicht synchronisiert wurden. Dies ist eine der Voraussetzungen, bevor man ERP zum S/4HANA-System konvertieren kann.

Hilfreiche Reports

  • Konsistenzprüfung (entspricht Readiness Check) z.B. bzgl. Bankdaten, PLZ, Steuerdaten usw. (CVI_MIGRATION_PRECHK)
  • Zusammenstellung der wichtigsten SAP Notes via SAP TCI-Note 2820678
  • Für die Sandboxerstellung ohne Datenbereinigung/Readiness Check (New IMG Node)
  • Vollständigkeitsprüfung (CVI_COMPL_CHK)
  • Überprüfung der CVI-Links und des Customizings insb. nach der Massenpflege oder kurz vor der Konvertierung (CVI_UPGRADE_CHECK_RESOLVE bzw. PB_CVI_IMG_CHK)
  • CVI Massensynchronisation (MDS_LOAD_COCKPIT)
  • Die Vorprüfungen wurden von SAP im Cockpit zusammengeführt (CVI_Cockpit)
SAP Consulting und Management in Hannover bzgl. S/4HANA, Ariba und ERP

SAP´s User Experience am Beispiel Beschaffungsübersicht veranschaulicht!

Fiori-App: Beschaffungsübersicht

Anhand einer Fiori-App soll SAP´s User Experience veranschaulicht werden. Die Fiori-App zur Beschaffungsübersicht bietet einen High-Level-Überblick zu allen Einkaufs-KPIs. Sie bekommen sowohl analytische, als auch operative Informationen. S/4HANA hilft dem Einkäufer den Blick auf das aktuell Relevante zu lenken und gleichzeitig einen Überblick zu bewahren.  Im Beispiel beschränken wir uns auf die Warengruppe „Dienstleistungen“. Der Filter kann natürlich individuell via „Filter anpassen“ angepasst werden und man kann so ganz andere Betrachtungswinkel selektieren.

Nach dem Sie die Auswahl getroffen haben, bekommen Sie folgenden Überblick.

So erkennen Sie z.B. auf einen Blick:

  • Kritische Dienstleistungskontrakte (Gültigkeit oder Zielwert/-menge)
  • Laufende Ausschreibungsprozesse (Anfragen und Angebote)
  • Offene Bestellanforderungs- und Bestellpositionen
  • Eingegangene Lieferantenbestätigungen
  • Lieferantenbewertungen/-leistungen
  • Offene Aktivitäten
  • Bestellausgaben

Via Klick auf eine Kachel, gelangen sie jeweils in die Detailansicht. Teilweise können Sie sogar die Gesamtübersicht (oranges Feld 1) oder Einzelübersicht (oranges Feld 2) wählen.

Klicken Sie z.B. in das Feld 1, so bekommen Sie diese Übersicht angezeigt:

Via Drilldown (Lieferant, Werk usw.) und Anzeigeeinstellungen (Kategorien, Achse 1 und Achse 2), können Sie die Anzeige und betrachteten Details ändern. Zudem kann die Sortierung und grafische Ausgabe (z.B. Balken-, Säulen- oder Kreisdiagramm) konfiguriert werden. Auch der Export in Excel oder das Öffnen einer Tabellenansicht innerhalb der Fiori-App ist möglich. Sie können sogar Benachrichtigungen abbonieren, Mini-Diagramme einblenden, auf die Säulen klicken und so in Detailansichten navigieren usw.

Wechseln Sie wieder zurück in die Cockpitübersicht, so können Sie via Klick auf das Feld 2 in die Einzelansicht zum Lieferanten (hier S4-Experts) navigieren.

Klicken Sie z.B. auf „Ausgaben außerhalb des Kontrakts“, so können Sie die aktuelle Auswahl ändern:

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich, aber dank dieser intuitiven Konfigurationsmöglichkeiten dennoch einfach zu verstehen und anzuwenden. In einer anderen Kachel werden Ihnen z.B. Bestellanforderungspositionen ohne Bezugsquellenzuordnung angezeigt. Via Klick auf diese, können Sie in die Bestellanforderungsverwaltung navigieren und zum Beispiel einen Lieferanten zuordnen. In der Kontraktübersicht wird Ihnen zum Beispiel angezeigt, inwiefern ein Rahmenvertrag aufgebucht wurde (Wert-/Mengengrenze). So können Sie bereits vor Erreichung einer Wert- oder Mengengrenze die Nachverhandlung mit dem Lieferanten einleiten. Um solch ein Meeting mit einem Lieferanten vorzubereiten, reicht es diesen oben einzugeben:

Damit bekommen Sie alle Informationen zum Lieferanten auf einen Blick. Kontrakte, Ausgaben, offene Belege (hier unbeantwortete Anfragen) etc. Wäre zum Beispiel eine Lieferantenbewertung vorhanden, könnte man Erkenntnisse daraus auch in die Verhandlungen mit einbeziehen. So könnte man zum Beispiel zusätzlich die zuverlässigere Einhaltung von Lieferterminzusagen via Service Level Agreements anstreben.  Für den betrachteten Lieferanten gibt es noch keine Lieferantenbewertung. Eine mögliche Übersicht bzgl. Preis, Menge, Termintreue und Qualität würde zum Beispiel folgendermaßen aussehen. Auch hier kann man die Darstellung konfigurieren.

SAPs „User Experience“ ist also kein leeres Versprechen geblieben. Hier hat sich das System weiterentwickelt und ist benutzerfreundlicher geworden. Dies App ist gleichzeitig ein sehr umfassendes Werkzeug und dennoch gut zu beherrschen.

Fragenkataloge für SAP Zertifikate

Via Klick auf den Button gelangen Sie auf eine Übersicht mit verschiedenen Fragenkatalogen zur Vorbereitung auf SAP Zertifikatsprüfungen. Derzeit sind die ERP Module aufgeführt, aber SAP S/4HANA, Ariba, Fieldglass und Co. folgen später ebenso. Falls Ihnen andere Fragekataloge bzw. ein weiteres SAP Quiz bekannt ist, wären wir über einen Hinweis dankbar. So können wir die besten Angebote zusammenführen.

SAP Quiz

Wie konfiguriert man die klassische SAP Verfügbarkeitsprüfung?

In diesem Artikel wird zunächst die klassische Verfügbarkeitsprüfung vorgestellt, um dann später die Neuerungen innerhalb von S/4HANA vorstellen zu können. Die Verfügbarkeitsprüfung kann innerhalb verschiedener Geschäftsbereiche ausgeführt werden. Innerhalb der Produktion dient Sie z.B. dazu sicherzustellen, dass alle für die Produktion benötigten Komponenten verfügbar sind. Anhand der Stückliste wird die Verfügbarkeit der Komponenten geprüft und ggf. eine Fehlteilliste für den Disponenten ausgegeben. Dieser kann geeignete Maßnahmen, wie die interne Produktion der Komponente oder der Baugruppe bzw. deren externe Beschaffung, wählen. Nachdem die Materialverfügbarkeitsprüfung für einen Produktionsauftrag durchgeführt wurde, ändert sich dessen Status von NMVP auf MABS (Material bestätigt) oder FMAT (fehlendes Material).

Auswertung der Fehlteilsituation

Beim Status FMAT, kann man sich einen Überblick über das Verfügbarkeitsprotokoll (Warnungen bzgl. Fehlteile), die Fehlteilliste (fehlende Materialien inkl. Fehlmenge und ggf. verspäteten Bestätigungstermin), die Fehlteilübersicht und das Fehlteilinfosystem verschaffen. Letzteres wird via CO24 aufgerufen, wenn die Verfügbarkeitsprüfung im Hintergrund erfolgte bzw. z.B. eine Sammelverfügbarkeitsprüfung (COMAC) für viele Fertigungsaufträge durchgeführt wurde. Ansonsten bekommt man beim Ausführen der Verfügbarkeitsprüfung ein Popup-Fenster und kann zwischen den anderen drei genannten Auswertungsmöglichkeiten wählen. Die Fehlteilübersicht bietet dabei zusätzlich zur Fehlteilliste die Möglichkeit, detaillierte Informationen zum Produktionsauftrag, zur Verfügbarkeitssituation der Materialien und dessen Bedarfsmengen zu erlangen.  

Konfiguration der Materialverfügbarkeitsprüfung

Materialverfügbarkeitsprüfung ERP ATP

Bis auf die Einstellungen innerhalb des Materialstamms, erfolgt die Konfiguration im Customizing-Leitfaden:  

  • Auftragsart: So z.B. die Fertigungsauftragsart PP01
  • Verfügbarkeitsvorgang: Eröffnung oder Freigabe von Fertigungsaufträgen
  • Prüfungssteuerung (OPJK): Die Auftragsart und der Verfügbarkeitsvorgang bestimmten pro Werk die Prüfungssteuerung. Diese bestimmt, ob und wie die Verfügbarkeitsprüfung erfolgt und zwar jeweils für die Verfügbarkeitsprüfung von Material (z.B. Prüfregel PP und Sammelumsetzung 2), Fertigungshilfsmitteln (z.B. Prüfregel 01 und Sammelumsetzung 2) und Kapazitäten (z.B. Gesamtprofil SAPSFCG013 und Sammelumsetzung 2).  Die Sammelumsetzung definiert, ob bei nicht Verfügbarkeit dennoch eine Eröffnung erfolgt, keine Eröffnung erfolgt oder dies jeweils vom Anwender entschieden werden kann. Wählt man bei der Prüfungssteuerung den Vorgang „Prüfung für freigegebenen Auftrag“, so gibt es zusätzlich das Feld Statusprüfung. Setzt man dort einen Flag, so wird zunächst geprüft ob vorher bereits eine erfolgreiche Prüfung durchgeführt wurde und daher nicht erneu geprüft werden muss.  
  • Prüfregel: Legt (ggf. gemeinsam mit der Art der Komponentenprüfung) fest, wie die Materialverfügbarkeitsprüfung erfolgt. Die sogenannte ATP-Prüfung kann gegen Bestände (ggf. inkl. Zu-/Abgänge) oder gegen die Vorplanung erfolgen. Details siehe ATP-Prüfung. Da die Verfügbarkeitsprüfung nicht nur in Fertigungsaufträgen, sondern auch im Vertrieb oder der Materialwirtschaft erfolgt, können über Prüfregeln unterschiedliche Umfänge definiert werden.
  • Materialstamm (MM02): Hier hinterlegt man im Reiter MRP3 und Feld Verfügbarkeitsprüfung eine Prüfgruppe.
  • Prüfgruppe (OVZ2): Legt fest ob Einzel- oder Sammelbedarfe geprüft werden, ob während der Prüfung das Material gesperrt ist, ob keine Materialverfügbarkeitsprüfung erfolgt und ob gegen die Vorplanung geprüft wird. Diese wird in MM02 MRP3 Feld Verfügbarkeitsprüfung zugeordnet.
  • Prüfumfang (OPJJ): Der Prüfumfang ergibt sich aus der Prüfgruppen, die im Materialstamm eingetragen ist, und der Prüfregel, welche in der Prüfungssteuerung eingetragen ist. Hier wird definiert, welche Bestandsarten und Zugänge bzw. Abgänge einbezogen werden. So kann man z.B. festlegen, ob bereits die Termine und Zugangsmengen einer Bestellanforderung als hinreichend zuverlässig angesehen werden oder nicht. Oder ob der Sicherheitsbestand, Qualitätsprüfbestand usw. als Bestände berücksichtigt werden sollen oder nicht.  

ATP-Prüfung

Die aktuellen Bestände und geplanten Zugänge bilden die ATP-Menge, welche bei hinreichender Verfügbarkeit um die jeweilige Menge reduziert wird. So ist bei der nächsten ATP-Prüfung nur noch die verringerte Menge verfügbar. Etwas einfacher ist die Prüfung gegen die Vorplanung. Hier wird die benötigte Menge nicht mit dem aktuellen Bestand und Zugängen abgeglichen, sondern nur mit den in der Vorplanung ermittelten Planprimärbedarfsmengen. Diese schnelle Variante bietet sich an, wenn die Vorplanung fast immer genauso realisiert wird. Auch hier ist bei der nächsten Prüfung nur noch die verringerte Menge verfügbar.

Was hat sich in S/4HANA Sourcing and Procurement gegenüber ERP MM geändert?

Der Autor Herr Götte beschäftigt sich seit ca. 2 Jahren mit den Neuerungen des S/4HANA Moduls „Sourcing and Procurement“. Neben der praktischen Arbeit im S/4HANA-System, hat er die entsprechenden Abschnitte der Simplification List, diverse Bücher und Artikel gelesen. Außerdem nahm er an einer Ausbildung und Zertifizierung zum S/4HANA-Berater teil, war auf verschiedenen Fachmessen, Kongressen usw. und ist Autor diverser Veröffentlichungen. Mittlerweile kennt er das „neue“ Modul also bestens und möchte Ihnen daher einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen bieten. Ziel ist dabei keine Auflistung neuer Fiori-Apps, sondern vielmehr der wesentlichen Änderungen im Sourcing and Procurement.  

  • Funktionen aus dem Supplier Relationship Management System (SRM) wurden und werden teilweise in das S/4HANA-System überführt.
  • Funktionen aus dem Supplier Lifecycle Management (SLC) werden und wurden unter dem Namen Lieferanten- und Kategoriemanagement in das S/4HANA-System überführt. Statt der bekannten SLC-Hauptkategorien, werden Warengruppen in Einkaufskategorien bereitgestellt. 
  • Die Außenhandelslösung aus dem MM- und SD-Modul wird auf Global Trade Services (GTS) vereinfacht, sodass es nur noch eine und zwar die bessere Lösung gibt. Die Intrastat-Funktionen gibt es aber immer noch im S/4HANA-System.
  • Tabellenanzahlreduzierung und das neue Datenmodell in der Bestandsführung. Die Tabelle MATDOC ersetzt nun viele Aggregation, Indizetabllen, enthält all Kopf- und Positionsdaten (statt MKPF & MSEG) sowie weitere Attribute. Damit ermöglicht sie ad-hoc Bestandsauswertungen (Aggregtionstabellen daher unnötig), verringert Sperrkonflikte und ermöglicht eine einfache Berichterstattung, da in Ihr fast alle Informationen gespeichert sind. Für die Abwärtskompatibilität gibt´s übrigens Views (Core Data Services-Views), welche eine ad-hoc Aggregation ermöglichen und von Kundeneigenentwicklungen, wie die alten Tabellen aufgerufen werden können. Weitere Details zum IM-Datenmodell finden Sie im Artikel inkl. Video. und falls Sie tiefer in die Thematik SAP HANA Datenbank und das neue Datenmodell einsteigen möchten, finden Sie dazu ebenso ein Whitepaper von Herrn Götte.
  • Das jetzt obligatorische Material-Ledger ermöglicht als Nebenbuch die Materialbewertung in mehreren Währungen sowie die parallele Rechnungslegung. Außerdem ist es die grundlegende Voraussetzung für die optionale Istkalkulation, mit jener die Materialbestände, Ware in Arbeit und Selbstkosten mit gewichteten durchschnittlichen Kosten bewertet werden. Die empfohlene Deaktivierung des statistischen gleitenden Durchschnittspreises, trägt ebenso erheblich dazu bei, den Durchsatz an Transaktionsdaten bei Warenbewegungen zu optimieren (Sperrkonflikte zu verringern). Nebeneffekt ist eine bessere Skalierbarkeit der Geschäftsprozesse sowie eine geringere Nutzung der Systemressourcen.
  • Wegfall von Transaktionen: Die MIGO-Transaktion ersetzt die vielen obsoleten MB-Transaktionen (MB01, MB1Am MBST usw.). Auch die vielen Vorgängertransaktionen (ME21-ME27, ME53-ME54, ME59, MR01, MR1M) die bereits im ERP-System Nachfolgertransaktionen hatten (ME22N, ME52N etc.), wurden aus dem Support genommen. Eine lange Liste mit Transaktionen für den MM Außenhandel wurde ebenso obsolet; bis auf ein paar Ausnahmen. Neben den Nachfolgertransaktionen wurden und werden zudem Fiori-Apps und virtuelle Datenmodelle (VDM) bereitgestellt. Details via SAP Notes: Veraltete TCs zur Bestandsführung (2210569), 144081 veraltete Rechnungsprüfungstransaktion MR1M ersetzt MR01; 1803189 Support-Ende für ME21, ME51 usw.
  • Wegfalls von BAPIs: Genauso wie die Transaktionen (ME22, ME49, ME52 etc.), wurden nun auch die zugehörigen BAPIs für die Business-Objekte Bestellanforderung, Bestellung und Lieferantenrechnung obsolet. Details via SAP Note: 1803189
  • Weitere Bewertungen z.B. zum Auftragsbestand, Projekteinzelbestand, Lieferantensonderbestand usw. wurden bereitgestellt.
  • Weniger Datenbanksperren: Zum Beispiel, weil es weniger Bestandsführungstabellen gibt, Tabellenänderungen nur noch als neuer Eintrag vorgenommen werden (Datensätze werden nicht mehr gelöscht oder geändert), man den statistischen gleitenden Durchschnittspreis deaktivieren kann usw. Bei Warenbewegungen (z.B. morgens, wenn viele Lieferungen eintrafen) gab es z.B. bei Kunden zuvor regelmäßig Sperrkonflikte und Verzögerungen.
  • Materialpreise in mehreren Währungen: Dank des obligatorischen Material-Ledgers wird die Materialbewertung in mehreren Währungen ermöglicht; d.h. in MM02 und MR21 können daher in mehreren Währungen Materialpreise eingegeben werden. Da in S/4HANA Finance die Salden der Bestandskonten für jede Währung einzeln berechnet werden, wird eine konsistente Bewertung sichergestellt.
  • Stammdaten: Geschäftspartnerstammsätze statt Lieferanten- und Kundenstammsätze, Materialnummern können von 18 auf 40 Stellen via SPRO erweitert werden, Fiori-Apps zur Massenpflege/Monitoring von Kontrakten, Infosätzen usw. 
  • Ariba-Integration: Zugriff auf viele Lieferanten/Kataloge, Ausschreibungsprozesse, Guided Buying usw. Der große Funktionsumfang kann hier nur angedeutet werden. Was S/4HANA auszeichnet ist die einfache Integration dieser und ähnlicher Cloud-Lösungen sowie die nahtlose grafische Bereitstellung, über die der Anwender überhaupt nicht mehr merkt auf welchem System er gerade arbeitet.
  • Die neue Benutzeroberfläche Fiori bietet mit vielen KPIs, Analysen und rollenbasierten, auf jedes Gerät anpassbaren Oberflächen einen systemübergreifenden und attraktiven Zugang für die Anwender.
  • Ausgabemanagement und Nachrichtensteuerung: Statt der aus MM und SD bekannten Nachrichtenfindung NAST, setzt SAP zukünftig auf das Business Rule Framework (BRF+).  Details zur BRF+-Konfiguration finden Sie im SAP Note 2228611. Als Drucktechnologien werden Smart Forms und Adobe Forms (m/o Fragmenten) unterstützt. Im SAP Script Repository (SO10 und SE78) können Kunden auch weiterhin Texte und Logos zentral pflegen.  
  • Central Procurement, zentralisierter Bestellanforderungs-Hub, Kontraktverwaltungs-Hub usw.
  • Predictive Contracts mit Hilfe von Machine Learning bzgl. Kontraktinanspruchnahme
  • Workflows z.B. für den Genehmigungsprozess und viele weitere Prozesse, helfen dabei Prozesse zu beschleunigen und zu automatisieren.
  • Preisfindung und Konditionstechnik: Nur die Tabelle KONV wurde durch PRCD_Elements ersetzt, um Preisinfos persistent zu speichern. Bzgl. Eigenentwicklungen können die SAP Notes 2220005 und 2189301 weiterhelfen; ansonsten ändert sich nicht viel.
  • Sehr viele Auswertungsmöglichkeiten, vorbereitete Fact Sheets, KPIs, grafische Übersichten sowie leicht zu erstellende Auswertungen. So bekommt man z.B. einen Überblick, was noch freizugeben ist, welche Bestellanforderungen zu bearbeiten sind oder inwiefern ein Mengenkontrakt bereits ausgeschöpft wurde.

Die Liste ist bereits lang und übersteigt langsam den Umfang eines Artikels. In einem weiteren Artikel werden noch einmal die wesentlichen Änderungen, die in der Simplification List beschrieben werden, zusammengefasst. Alles kann man leider nicht in einem Artikel aufgreifen. Ganz allgemein gilt, dass sich die ERP-Prozesse nicht wesentlich geändert haben. Aber es gibt neue Markttrends, wie die Benutzererfahrung, mobile Geräte, mehr Daten als Auswertungsgrundlage (BigData, IoT, Sensoren etc.), eine Verlagerung der Aufgaben, Individualisierung via Standardlösungen usw., denen SAP mit all den neuen Produkten (S/4HANA, SCP, Leonardo, Ariba, Fieldglass usw.) Rechnung trägt.  

SAP S/4HANA Simplification List

Über die Simplification List bekommen Sie einen Überblick über die Änderungen und Neuerungen, welche sich durch die Umstellung von SAP ERP auf S/4HANA ergeben. Damit ist es eines der wichtigsten Dokumente zur Vorbereitung der S/4HANA-Umstellung. Man kann sie als eine Art Nachschlagewerk verstehen, um zu prüfen ob Transaktionen, Modifikationen, Custom Code usw. noch (genauso) funktionieren. Sie bietet Input für die Projektplanung, Aufwandsschätzung, aber eben auch einen Überblick für die S/4HANA-Anwenderunternehmen, was für Sie mit dem neuen Update einhergeht.   

Struktur und Aufbau der Liste

Die Simplification List wurde in Module, Stammdaten, Übergreifendes, länderspezifische Informationen und Industrielösungen derart untergliedert, dass sich die Speziallisten auf ihren Zuständigkeitsbereich beschränken können. Betrachtet man wiederum einen dieser Teilbereiche, wie z.B. das Modul Procurement oder die Branche Automotive, so wird dieser erneut in Abschnitte untergliedert:

  • neue Funktionen, Fiori Apps, Workflows, Templates etc.
  • weggefallene Transaktionen, Funktionen usw. oder
  • Änderungen hinsichtlich Funktionen, Rollen usw.

Die Abschnitte sind vielfach ähnlich aufgebaut; unterscheiden sich allerdings natürlich auch je nach Anforderung. Vielfach findet man dort folgende Informationen:

  • Beschreibung der neuen Funktion, der Änderungen bzw. was genau obsolet geworden ist.
  • Technische Details bietet einen Überblick ob es sich um eine neue bzw. geänderte Funktion handelt, für welche Länder diese verfügbar ist, zu welchem Modul und welcher Komponente dieser Änderung gehört usw.
  • Symptome: Mal steht einfach eine neue Funktion zur Verfügung, die z.B. einen weiteren Einblick (Cockpit, KPI, Fact Sheet etc.) gewährt oder bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen hilft. Mal finden Sie hier aber auch eine lange Auflistung von Transaktionen, die zukünftig obsolet sind. So wurde z.B. die Modullösung aus MM und SD zum Außenhandelt auf Global Trade Services (GTS) vereinfacht, weshalb viele Transaktionen wegfallen. Auch viele der ME-Transaktionen, wie ME21, ME53, ME43 usw., welche teilweise bereits unter ERP durch neue Transaktionen (ME21N, ME53N usw.) bzw. jetzt durch Fiori-Apps ersetzt wurden, findet man in solch einer Liste. Und natürlich ebenso die vielen Transaktionen zum Lieferanten und Kunden, welche alle nun auf die Transaktion BP (Business Partner) umleiten. Ein anderes Mal finden Sie eine Auflistung von Berechtigungsobjekten usw.
  • Gründe: Manchmal begründet SAP auch warum, diese Vereinfachung nötig war.
  • Vorbedingungen und Lösungen: Mal sind z. B. Customizing- oder Stammdateneinstellungen erforderlich, dann findet man wieder SAP Notes für Conversion Pre-Checks, erforderliche Rollenänderungen oder Hinweise auf die Lösungen, welche eine obsolete Lösung ablöst. Oft sind es auch Erweiterungen; so z.B. die Erweiterung von OData APIs für die Integration externer Anwendungen. Eine detaillierte Bescheibung, wie die Konfigurationen etc. vorgenommen werden müssen, finden Sie hier allerdings nicht.
  • Weiterführende Informationen: Um das ohnehin sehr umfangreiche Dokument nicht noch weiter aufzublähen, finden Sie oftmals Links z.B. zu SAP Help, SAP Notes usw. um sich tiefer in das jeweilige Thema einarbeiten zu können.

Umfang

Die Simplification List 1909 (also vom September 2019) umfasst z.B. 1032 Seiten. Als MM-Berater sollte man sich einen Überblick über die Einführung, anwendungsübergreifenden Themen und Stammdaten verschaffen (ca. 124 Seiten), danach kann man sich z.B. auf die Bestandsführung (MM-IM 43 Seiten), den Einkauf (MM-PUR 33 Seiten) und seine Branche (Automotive 24 Seiten) beschränken. Damit wird es übersichtlicher. Mit jedem Update, dass Ihr Kunde im Lauf der Projekteinführung ebenso übernehmen möchte, müssen Sie auf eine aktuellere Liste zurückgreifen und sich ggf. erneut einen Überblick verschaffen. Wie gesagt, man kann diese Listen als Nachschlagewerk auffassen und relativ gut „überfliegen“.  Der Aufbau und Umfang variiert etwas und es werden übrigens nicht grundsätzlich Englischkenntnisse vorausgesetzt, da es ebenso deutsche Versionen gibt. Manchmal ist auch ein Blick in die Vorgängerversionen der Simplification List interessant.  Die aktuelle Liste können Sie über das Stichwort „Simplification“ (SNote 2313884) direkt bei SAP abrufen:

SAP S4HANA Simplification List

S/4HANA-Beraterausbildung auch als SAP Senior Consultant?!

Diesmal wähle ich den Blog-Stil und möchte mit Euch/Ihnen einen Erfahrungsbericht zu meiner aktuell laufenden S/4HANA-Ausbildung und meinen Beweggründen teilen. Man fühlt sich etwas an die alten Zeiten als Schüler und Student zurückversetzt. Ich lerne neue Leute kennen und es bildet sich über die Zeit hinweg eine richtig gute Gemeinschaft. Ich erinnere mich noch an meine erste SAP Beraterzertifizierung im Jahr 2008. Mit Einigen hatte ich auch Jahre später noch gelegentlich Kontakt. Andere traf ich erneut auf weiteren SAP Schulungen usw. Die SAP Welt ist klein und daher sind SAP Schulungen immer auch Networking-Veranstaltungen. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, macht einfach Spaß und verbindet. Neben den Übungsaufgaben am S/4HANA-System, setzen wir sogar ein eigenständiges Projekt um.

So eine S/4HANA-Ausbildung ist einfach perfekt, um schnell Wissen aufzubauen. SAP stellt dafür ein S/4HANA-System namens IDES zur Verfügung. Dort sind die Konfigurationen, Stammdaten und Prozesse immer genauso vorbereitet, dass man dort loslegen kann, wo der größte Lerneffekt erzielt wird. So lerne ich im September und Oktober vermutlich mehr, als während eines einjährigen S/4HANA-Projekts. Die Kombination aus Praxiserfahrung und Schulungen, hat sich für mich bewährt. Die Praxis benötige ich, um zu wissen welches Wissen besonders wertvoll ist und die Theorie hilft dabei Wissen abzurunden. Im Arbeitsalltag muss man Anforderungen effizient umsetzen. Dabei kommt dann der Blick über den Tellerrand auch mal zu kurz. Genau dieser ist aber erforderlich, um ein erstklassiger Berater zu werden.

Gute Berater kennen nicht nur einen Weg, sondern das von SAP bereitgestellte „Lösungsportfolio“. Sie wissen nicht nur wie etwas funktioniert, sondern auch warum. Sie kennen sehr individuell entwickelte SAP-Systeme von Großkonzernen, genauso wie den SAP Standard und Best Practices. Gerade mit den S/4-HANA-Projekten geht in vielen Unternehmen auch ein Überdenken der Geschäftsprozesse und Systemkonfigurationen einher. Was früher nur über Eigenentwicklungen realisiert werden konnte, ist ggf. mittlerweile im Standard verfügbar. Man muss allerdings wissen, dass SAP dafür im Standard eine Lösung bereitstellt! Das Produktportfolio von SAP ist in den letzten Jahren sehr groß geworden. Und es gibt sehr viele Zusatzprodukte, wie z.B. Ariba, Fieldglass, Leonardo usw. Die Annährung an den Standard kann also einerseits über die neuen Möglichkeiten des S/4HANA-Systems, aber andererseits auch durch standardisierte SAP Zusatzprodukte erreicht werden. Ich verschaffe mir mittlerweile seit fast zwei Jahren mit Begeisterung einen Überblick. Vermutlich werden all die neuen SAP-Produkte mich nahezu bis zur Rente begleiten. Die Einführung des Nachfolgesystems von S/4HANA, verfolge ich vermutlich nur noch aus einer Managementposition ohne dort konkrete Erfahrungen zu sammeln. S/4HANA ist also das System, welches ganz wesentlich mein Berufsleben begleiten wird.  

Meine erste Beraterzertifizierung lag übrigens bei fast 15.000 Euro; für die SAP Akademie, Hotels, Reisen usw. Glücklicherweise wurde damals noch Siemens zur Kasse gebeten. Mittlerweile bekomme ich aber kein reguläres Gehalt mehr und muss daher die entgangenen Einnahmen und erforderlichen Ausgaben im Blick behalten. Wem es ähnlich geht, dem kann ich gute Ratschläge geben. Die Kosten für solch einen Lehrgang lassen sich nämlich auf verschiedene Art und Weise erheblich reduzieren.

Zum aktuellen Ausbildung: In S/4HANA wurde und wird ein Überblick für z.B. Berater, Manager und Architekten vermittelt. Aufgabe war/ist es alle Module, Kernprozesse, Organisationsstrukturen, Bewegungs- und Stammdaten im System aufzubauen, um deren Neuerungen & Integration zu verstehen. Inhalt waren S/4HANA Enterprise Management inkl. Fiori bzgl. Sourcing and Procurement, Manufacturing, Sales and Distribution, Financial Accounting, Management Accounting, Inventory Management, Warehouse Management, Project System, Enterprise Asset Management und Human Capital Management. Die praktische Umsetzung am System wurde durch ein Zertifikat belegt und um eine S/4HANA Beraterzertifizierung seitens der SAP SE ergänzt. Vorab und im Anschluss erfolgte/erfolgt die Vertiefung im S/4HANA Procurement und Manufacturing.

Übrigens stehe ich nach dieser Schulung zur Verfügung und freue mich über S/4HANA-Projektangebote aus der Region Hannover (100km). Da es sich um eine Präsenzschulung handelt, bin ich allerdings derzeit nur abends und via E-Mail erreichbar. PDF-Profil von Timo Götte.

Warum Bereichsmenüs Ihren Projekteinstieg verbessern können

Wir kennen es wohl alle. Mal muss man gleich mehrere Module kennen und ein anderes Mal wird eine Branchenlösung vorausgesetzt. Die Anfrage passt einfach nur teilweise. Der Kunde akzeptiert das zwar, aber im Projekt konkurriert man dennoch mit den alten Hasen. Da gilt es sich schnell freizuschwimmen. Eine Möglichkeit sich innerhalb kurzer Zeit einen fundierten Überblick über neue Themenbereiche zu verschaffen, sind die Bereichsmenüs. Daneben können Sie übrigens auch die auf S4-Experts zusammengestellten Übersichten zu Modulen, Transaktionen, Tabellen und Reports nutzen. SAP bietet mehr als tausend Bereichsmenüs.

Auf der Website Bereichsmenüs erfahren Sie, wie Sie
• Bereichsmenüs finden und sogar selber erstellen
• Erkenntnisse über Bereichsmenüs gewinnen

und daneben bekommen Sie direkt eine Liste mit Bereichsmenüs, die der Autor für besonders relevant hält.

10 Tipps für SAP Profis

  1. Änderungsbelege auswerten: Tabellenänderungen via Report (SA38) RKSE16N_CD_Display oder Objektänderungen via Report RSSCD100; beispielweise zu den Objektklassen Einkauf (EKBELEG) und Verkauf (VERKKBELEG) .
  2. Schlüssel in Dropdown-Listen anzeigen: Zum Beispiel damit nicht nur Terminauftrag, sondern auch TA angezeigt wird. In der SAP GUI „lokales Layout anpassen“ und Optionen wählen. Unter „Interaktionsdesign/Visualisierung 1, kann der Haken für die Schlüsselanzeige gesetzt werden.
  3. Periodenverschieber- und Buchungsperiodenpflege: MMPV ist der Periodenverschieber in MM, die Buchungsperiode wird in FI via OB52 und in CO via OKP1 geöffnet.
  4. Transaktion trotz fehlender Berechtigung starten: Oftmals kann man via SE16N und TSTC das Programm zur Transaktion ermitteln und in der SE38 lässt sich dieses dennoch ausführen. Übrigens finden Sie dort alle Transaktionen des SAP Systems; mittlerweile über 120000. Via SM01 können Sie teilweise auch selber Transaktionen entsperren.
  5. Unzulässige Passwörter ermitteln: Bei einigen Kunden müssen die Passwörter sehr regelmäßig geändert werden. Dann kann es durchaus helfen über die Tabelle USR40 zu ermitteln, welche Passwörter man nicht mehr vergeben darf.
  6. Arbeitserleichterung bei gleichbleibenden Feldeingaben: Gibt es Felder, die Sie ohnehin immer mit denselben Werten füllen, dann schauen Sie sich mal die technischen Informationen zum Feld (via F1) an. In den Felddaten findet man die Parameter-Id. Auf dem Startbildschirm im Menü System/Benutzervorgaben/Eigene Daten/Reiter: Parameter können Sie die Parameter ID in die Spalte SET/GET-Parameter-ID eintragen und in die Spalte Parameterwert Ihren üblichen Eintrag. Nachdem [Speichern] wird dieser Wert für Ihren User immer als änderbarer Eintrag vorbelegt.
  7. Starttransaktion festlegen: Prüfen Sie ohnehin jeden Morgen zum Beispiel zuerst die Jobs (SM37), so können Sie über das Menü (Zusätze/Starttransaktion) direkt festlegen, dass diese Transaktion beim Einloggen ausgeführt werden soll.
  8. Markieren und kopieren in einem Schritt: Über das lokale Layout in der Navigationsleiste, kann dazu „schnell ausschneiden und einfügen“ ausgewählt werden.
  9. Ermittlung wie aktuell das Kundensystem ist (EHP): Im Menüpunkt „Systeme“ unter dem Menüeintrag „Status“, findet man im Popup den Abschnitt SAP-Systemdaten und kann dort die Details öffnen. Im darauf folgendem Popup finden Sie im Reiter „Installierte Softwareversionen“ die aktuelle EHP-Version.
  10. Aktuell im System angemeldete User ermitteln: Üblicherweise wird dafür die SM04 aufgerufen, aber diese listet nur die Benutzer einer bestimmten Instanz auf. Da sich Berater oft im Testsystem aufhalten, erliegen Sie gerne dem Trugschluss, dass die SM04 mit der AL08 gleichzusetzen ist. Testsysteme haben nämlich oftmals nur eine Instanz. Im produktiven System erfolgt jedoch die Lastverteilung vielfach auf verschiedene Instanzen und dann kommt der Unterschied zum Tragen. Via AL08 können Sie eine systemweite Übersicht zu aktuell angemeldeten Usern aufrufen. Die Instanz können Sie übrigens via SM51 wechseln.

Die Übersicht zu den Kurzbefehlen, könnte für Sie ebenso interessant.

Whitepaper zum S/4HANA-Datenmodell und zur HANA-Datenbank

Im Whitepaper bekommen Sie einen Einblick in das neue SAP S/4HANA Datenmodell und die HANA Datenbank. Am Beispiel Bestandsführung (S/4HANA Inventory Management), wird die Vereinfachung des neuen Datenmodells veranschaulicht. Außerdem bekommen Sie einen Überblick über die existierenden SAP Tabellenbrowser sowie eine detaillierte Erläuterung des neuen SE16H-Tabellenbrowsers. Um eine bessere Abwärtskompatibilität sicherzustellen, wird die Zahl der Datenbankviews mit dem S/4HANA-Datenmodell deutlich zunehmen. Ein guter Grund deren Anzeige, Erstellung, Pflege und Analyse zu erläutern. Auf die Ermittlung, Pflege und Analyse von Tabellen wird ebenso eingegangen. Außerdem bekommen Sie einen Einblick, welche Erkenntnisse (zum Beispiel hinsichtlich des Customizings) auf Tabellenebene gewonnen werden können.  Via Klick können Sie das PDF öffnen:

SAP S/4HANA Procure-to-Pay-Prozess

Einführungsvideos zum Beschaffungsprozess vom S/4HANA-Guide Jonathan Harsanyi. Die gesamte Videoserie finden Sie hier. Im Prinzip können Sie aber mit der Bestellanforderung beginnen und die Videos hintereinander ablaufen lassen. Es wird der gesamte Beschaffungsprozess von der Bestellanforderung, dessen Freigabe und Umsetzung in eine Bestellnung, der zugehörige Wareneingang bis zur Lieferantenrechnungserfassung vorgeführt. So einfach wird zukünftig der Beschaffungsprozess für den Endanwender. Weitere Videos von Jonathan und anderen Guides finden Sie in der Videothek.

SAP S/4HANA Bootcamp

Eine von der SAP Community für die SAP Community organsierte Schulungsreihe mit fachlichem Knowhow-Austausch und S/4HANA-Testsystem. Bisher handelt es sich um 20 SAP Berater (Freiberufler), ergänzt um eine kleine SAP Beratung und die Unterstützung einer Fachhochschule, die insbesondere S/4HANA-Zugänge ermöglicht. Geplant sind Vorträge von Erfahrungsträgern und ganz nebenbei wird sich ein gewinnbringendes Networking ergeben. Die Termine werden ab Oktober geplant und über einen längeren Zeitraum (gelegentlich) stattfinden. Dieses Angebot hat allerdings einen regionalen Fokus, daher wird auf Deutsch kommuniziert.

Einige Freiberufler suchen händeringend einen S/4HANA-Einstieg und Kunden erfahrene Experten- hier gibt´s einen Lösungsansatz für dieses Dilemma. Bis zum 13.08.2019 können Sie gerne Ihr Interesse- zum Beispiel über das Kontaktformular- kundtun. Weitere Details folgen via E-Mail.

SAP S4HANA Bootcamp Trainings Schulungen Testsystem Ausbildung Fortbildung

Mobile Architektur unter S/4HANA und ERP

SAP Mobile Architecture mobile Architektur SCP SAP Cloud Platform SMP SAP Mobile Platform oData Gateway
  1. Teil der digitalen Transformation ist auch die Einbindung der mobilen Geräte. Neben der Datenanzeige, kann auch eine Datenänderung und der entsprechende Abgleich mit einem SAP System erforderlich sein. Als mobile Endgeräte kommen nicht nur die aus den Lagern und der Produktion vielfach bereits langfristig eingesetzten Scanner in Frage, sondern z.B. auch Smartphones, Tablets, Notebooks und sogar Uhren. Fiori-Anwendungen setzen dabei lediglich einen HTML5-fähigen Browser voraus.  
  2. Sie können sich zwischen der unternehmensintern gehosteten Lösung SAP Mobile Platform (SMP) oder der extern gehosteten SAP Cloud Platform (SCP) entscheiden. Mögliche Anbieter sind z.B. SAP und Amazon (AWS). Alle Lösungen beinhalten unter anderem die Entwicklungsumgebung (SDK), die Benutzerverwaltung, Services zur Anbindung und ein Datenmanagement. Von den Anbietern bekommen Sie zudem Apps zur Anbindung für unterschiedliche Betriebssysteme (IOS, Android usw.), eine Datenbank und viele weitere Lösungen; z.B. Offline-Funktionalitäten. Die SAP Cloud Platform ist sehr unkompliziert und wird daher vom Autor empfohlen; ein späterer Wechsel auf die On-Premise-Lösung wäre unkompliziert. Schauen Sie sich gerne auch das Video zur SAP Cloud Platform an.
  3. Die Anbindung der Geräte mit der SAP Cloud Platform oder SAP Mobile Platform erfolgt über das Open Data-Protokoll (oData). Dieses Protokoll bietet alle Operationen vom Lesen bis zum Erstellen, Pflegen und Löschen und basiert wiederum auf dem HTTP-Protokoll. Die Kommunikation seitens SCP/SMP mit dem Gateway erfolgt ebenso via oData-Protokoll.
  4. Via Gateway (SAP NetWeaver Gateway) wird schließlich der Zugriff auf alle SAP-Systeme ermöglicht.
  5. Es können nicht nur ERP und S/4HANA, sondern auch SCM, SRM, Ariba, C/4HANA usw. gemeinsam eingebunden werden.

Welchen Mehrwert bringt S/4HANA ganz konkret für Ihre Branche und Ihren Geschäftsbereich?

Über dieses Tool und dessen Auswahlmöglichkeiten, können Sie den für Sie relevanten Mehrwert anzeigen lassen. Dazu gibt es 23 Branchen zur Auswahl (Retail, Automotive, Mill Products etc.) und 11 Geschäftsbereiche (Procurement, Manufacturing, Supply Chain etc.). Passend zu Ihrer Auswahl werden dann Vorteile, Fallbeispiele, Links, Videos usw. angezeigt.

So können Sie z.B. Retail und Procurement wählen und erhalten daraufhin eine Übersicht mit 12 Kacheln (bspw. Bestand, Datenqualität und Reporting). Diese Kacheln enthalten Informationen zum Thema Einkauf im Handel. Über einen Klick auf eine Kachel, gelangen Sie in die Details. Das Tool ist noch nicht perfekt, bietet aber eine erste Anlaufstelle und wird regelmäßig weiterentwickelt. Auch unsere Videothek oder die guided S/4HANA Simulation, sind hilfreiche Einstiegsmöglichkeiten.

SAP S/4HANA Business Value Advisor Mehrwert Neuerungen

Prozessautomatisierung und alles Wissenswerte über Batch Jobs

Über Jobs lassen sich viele Prozesse und regelmäßige Tätigkeiten automatisieren. Einerseits können die vielen von SAP bereitgestellten Programme und andererseits auch speziell entwickelte Kundeneigenentwicklungen ausgeführt werden. Es lassen sich widerkehrende Tätigkeiten vollständig automatisieren. Beispielsweise Idocs erneut verbuchen, fehlerhafte Stammdaten prüfen und ggf. eine E-Mail an zuständige Mitarbeiter senden, SE16N-Selektionen nachts im Hintergrund durchführen, Kundenaufträge beliefern oder den Periodenverschieber einplanen.  

Auf der Website „Batch Jobs“ finden Sie z.B. folgende Informationen:

  • Joberstellung und -pflege
  • Jobmonitoring und Fehleranalyse
  • Hilfsprogramme zu Jobs
  • Wartezeiten zwischen zwei Jobs
  • Sequenzielle und parallele Jobketten
  • Relevante Job-Tabellen
  • Job-Debugging und vieles mehr

SAP Kurzbefehle im Überblick

Die auch als OK-Codes bekannten Kurzbefehle, können in das Transaktionsfeld eingeben werden.

Kurzbefehl

Erläuterung

/o

Modiübersicht inkl. der Möglichkeit einen bestehenden zu löschen oder aber einen neuen zu erzeugen.

/oTransaktion öffnet neuen Modi  inkl. Transaktion.

search_sap_menu Transaktionssuche in der Menüstruktur.
/nTransaktion

Beenden der aktuellen Transaktion und starten der neuen Transaktion. Nicht gespeicherte Daten gehen ohne Warnung verloren! Beim hellen Batch Input-Lauf (LSMW), kann damit die aktuelle Eingabe (z.B. bei Fehlern) übersprungen werden. 

[Strg][n]: Neuen Modus ohne Maus öffnen.

/*Transaktion Beenden der aktuellen Transaktion und starten der neuen Transaktion. Hier wird allerdings der erste Bildschirm der neuen Transaktion direkt übersprungen. Also falls Sie z.B. aus der MM03 direkt die MM02 öffenen möchten, kann dieser Kurzbefehl sinnvoll sein. Falls Sie bereits bei der MM03 die Materialnummer usw. eingegeben hatten, wird diese Eingabe für MM02 genutzt und Sie gelangen direkt in die Materialstammpflege (in den Reiter Grunddaten). 
/i

Beendet den aktuellen Modus. Nicht gespeicherte Daten gehen ohne Warnung verloren!

/iModus: Beendet den angegebenen Modus. Nicht gespeicherte Daten gehen ebenso ohne Warnung verloren!

[Strg][SHIFT][7] Fokus aufs Transaktionsfeld.
/nend Beendet die aktuelle Sitzung und schließt alle offenen Modi. Beim hellen Batch Input-Lauf (LSMW), kann damit der komplette Batch Input-Lauf beendet werden.
/nex Beendet die aktuelle Sitzung ohne Nachfrage. Alle offenen Modi werden ohne Nachfrage geschlossen, Daten können daher verloren gehen.
.xyz Traversieren der Menü-Shortcuts (Hotkeys)
/h

Debugger öffnen.  Im R/2-System war es übrigens noch das ‘h’ und man nannte es damals »Hoppeln«.

/hs:  In den Debugger springen.

%_GCADDF Während eine Transaktion geöffnet ist, kann man im Eingabefeld
%_GCADDF eingeben und damit wir die Transaktion in den
eigenen Favoriten aufgenommen.
/$SYNC Synchronisieren aller Puffer. Durch diese Funktion kann die Performance erheblich verringert werden!
/$TAB Synchronisiert den Tabellenpuffer. Durch diese Funktion kann die Performance negativ beeinflußt werden.
/$CUA Synchronisiert den CUA-Puffer. Durch diese Funktion kann die Performance ebenso negativ beeinflußt werden.
/$NAM Synchronisiert den NAMTAB-Puffer. Durch diese Funktion kann ebenfalls die Performance negativ beeinflußt werden.
/$DYNP Synchronisiert den Dynpro-Puffer und kann die Performance auch negativ beeinflussen.
[Strg] + [Y] Via Tastenkombination (Shortcut) mehrere Zeilen markieren.
/bend Batch-Input beenden, dabei können Sie mit [Wiederaufnahme] in die Transaktion SM35 zurückspringen.

/p–

/p-

/p+

/p++

Auf die erste Seite einer Liste springen.

Eine Seite rückwärts blättern.

Zur nächsten Seite vorblättern.

Auf die letzte Seite springen.

[STRG][S]

[F8]

[F4][F2]

[F3]

[Shift][F3]

[F12]

Speichern

Ausführen 

 Trägt das aktuelle Datum ins Datumsfeld ein. 

Zurück

Beenden

Abbrechen

[F2] Statt Doppelklick via Maus.
[Strg][N] Öffnet neuen Modus
%pc Liste downloaden.
%sc In der Liste suchen.
%pri

Angezeigte Liste drucken.

Weitere Arbeitserleichterungen finden Sie auf der Seite: 10 Tipps für SAP Profis.

MM Modulintegration mit anderen ERP Modulen

Das Zusammenspiel der Module soll anhand des Moduls MM und der Komponente MM-SRV veranschaulicht werden. Es werden regelmäßig Dienstleistungen in Anspruch genommen. Für diesen Prozess bietet SAP im Modul MM ein umfassendes Werkzeug. Einerseits um wiederkehrende Tätigkeiten zu reduzieren und andererseits um den Prozess vom Ursprung, zum Beispiel einem Serviceauftrag oder Instandhaltungsauftrag, bis hin zur Abrechnung optimal ausgestalten zu können. Da diese Komponenten unberechtigterweise ein Schattendasein fristet, wurde bewusst dieses Beispiel aufgegriffen, um das Zusammenspiel der Module zu veranschaulichen.

Integration

Die Komponente Dienstleistung ist an die SAP-Module Kundenservice, Instandhaltung, Vertrieb, Projektsystem usw. gekoppelt. Dadurch ist es möglich, Bestellanforderungen für Dienstleistungen z.B. im Rahmen einer Instandhaltungsmaßnahme oder eines Projekts zu erstellen und dann dem Einkauf zu übermitteln; ohne zusätzliche Arbeit bei der Datenpflege. Das Zusammenspiel der Module MM, CS, SD, PS, PM, CO und FI spart Zeit, Aufwand und reduziert zudem die Fehlerhäufigkeit.

Modulintegration MM-CO

Ein Beispiel für die Integration zwischen MM und CO ist das Bestellobligo. Der erwartete Wert ungeplanter Leistungen sowie geplanter Dienstleistungen wird aus MM an CO übergeben, damit ein Bestellobligo aufgebaut und verwaltet werden kann. Dadurch kann das entsprechende Budget für Beschaffungsmaßnahmen rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden.

Modulintegration MM-PM

Für die Integration von MM-SRV und PM bietet SAP sowohl für die geplante, als auch für die ungeplante Instandhaltung Optimierungsmöglichkeiten. So gibt es zum Beispiel für beide Fälle Rahmenbestellungen, mit deren Hilfe sich der Aufwand innerhalb des Einkaufs reduzieren lässt. Zudem kann im Rahmen der geplanten Instandhaltung mit Wartungsplänen der manuelle Erfassungsaufwand zusätzlich reduziert werden.

Modulintegration MM-SD

Aus dem Vertrieb (SD) wäre z.B. eine Streckenbestellung denkbar, die z.B. eine Produktlieferung um sinnvolle Dienstleistungen Dritter ergänzt. Aus dem Projektstrukturplan eines Projektes und dem Kundenservice, können sich ebenso Dienstleistungsanforderungen ergeben. Die Dienstleistungsbeschreibung kann entweder direkt innerhalb dieser Belege bzw. bei der Bestellerzeugung genauer spezifiziert werden kann.

Was ist neu im SAP S/4HANA Retailsystem?

In einem 18-Seitigen S4-Experts-Whitepaper bekommen Sie einen Überblick über die Neuerungen der IS Retail-Lösung. Der Autor Herr Götte arbeitet derzeit selbst in einem Retailprojekt und kennt daher die Herausforderungen der Handelsbranche. Während auf der Webseite viele Detailinformationen geboten werden, inklusive einem S/4HANA Retail Demosystem, interaktiven Schulungen und Videos, bekommen Sie im Whitepaper einen Überblick. Von den Organisationsstrukturen, Geschäftspartnern (Lieferanten und Kunden), Betriebstämmen, Artikelstämmen über Kontraktmanagement und Einkaufsanalysen bis hin zum Aufteiler (der Warenverteilung im Handel), werden die wesentlichen Änderungen aufgezeigt.

SAP Leonardos Data Hub bringt Ordnung ins Big Data-Chaos!

Auf unterschiedlichen Plattformen, Systemen und Anwendungen werden riesige Mengen an Daten produziert. Mit dem Internet der Dinge und dessen Sensoren, sozialen Netzwerken, Kameras usw. explodiert die Zahl der verfügbaren Daten geradezu. Mit der Vernetzung sind die Informationen zwar vorhanden, aber man verliert sich schnell im Chaos (unstrukturierten Daten) und der schieren Masse an Daten.

Das SAP Data Hub in Kombination mit der SAP Analytics Cloud hilft Ihnen dabei die Daten in einen Kontext zu bringen und die nötige Transparenz herzustellen. Das SAP Data Hub sorgt für einen einheitlichen Blick auf die Daten und erleichtert das Teilen von Daten. Integrationswerkzeuge erleichtern dabei die Einrichtung von neuen Verbindungen. Mit Hilfe des SAP Analytics können zudem Dashboards gestaltet werden. Es reicht das Wissen, welche Daten innerhalb der Analyse kombiniert werden sollen. Dies ist derart einfach, dass sogar die Mitarbeiter aus den Fachabteilungen diese Analysen selber erstellen.

Erstellung einer eigenen SAP Data Hub-Demoversion

  1. Account bei Google Cloud Platform anlegen
  2. Erstellung eines eigenen Google Cloud-Projekts
  3. Projekt mit der SAP Cloud Appliance Library verbinden
  4. Erzeugung einer Instanz für ein SAP Data Hub Demosystem
  5. Die Verbindung mit dem SAP Data Hub Launchpad herstellen

SAP DATA Hub Demosyste Trial System der SAP SE

Einsatzgebiete des SAP Leonardo Machine Learnings

Unsere Welt wird immer vernetzter und über die vielen Sensoren, Kameras usw. werden völlig neue Geschäftsanwendungen und Erkenntnisse ermöglicht. Allerdings gilt es die große Menge an unstrukturierten Daten sinnvoll zu nutzen. So sind die Gesichtserkennung und Ableitung der Stimmung einer Person möglich. Aber auch die vielen Daten im Shop Floor (der Produktion) können zu KPIs (Key Performance Indicators) aggregiert und für Aussagen über den Ausschuss und Verschleiß von Maschinen genutzt werden. Die Zuordnung von SAP Rechnungen zu Zahlungseingängen ist ein bereits vielfach implementierter Anwendungsfall. Eine Klassifizierung von Servicetickts, was heutzutage oftmals noch von einem Mitarbeiter übernommen wird, ist ebenso bereits keine große Herausforderung mehr.

SAP Leonardo Machine Learning Foundation

Im Rahmen von SAP Leonardo stellt SAP auf Basis der SAP Cloud Platform die sogenannte Machine Learning Foundation zur Verfügung. Dort werden diverse Services angeboten, wie die genannte Rechnungszuordnung. Mit SAP HANA und Big Data Services sollen die unstrukturierten Datenmengen, z.B. in Form von Texten und Bildern, als Grundlage für eine Lernphase (Machine Learning) genutzt werden. So lassen sich Muster und Regeln ableiten. Darüber hinaus ist im Nachgang ein Abgleich möglich, um zukünftige Aussagen zu präzisieren. Genau das ist Machine Learning!

SAP Retail Forum in Frankfurt (28.5. – 29.5.2019)

Wie können Sie heutzutage Ihre Kunden noch überraschen? Wer im Einzel- und Großhandel punkten will, muss sich weiterentwickeln – zum intelligenten Handelsunternehmen, das voll auf den Kunden ausgerichtet ist. Lassen Sie sich auf dem Handelsforum zu neuen Ideen inspirieren. Es ist der Treffpunkt der SAP Retail-Community geworden – um wertvolle Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen.

Die digitale Transformation innerhalb des Handels nimmt immer weiter Fahrt auf und es zeigen sich keinerlei Anzeichen von Verlangsamung. Im Gegenteil! Der Einzelhandel darf die notwendige digitale Transformation nicht fürchten, sondern muss diese als eine große Chance verstehen. Handelsunternehmen sehen sich mit sinkenden Margen, steigender Konkurrenz und verändertem Verbraucherverhalten konfrontiert. Für die Branche rückt der Konsument zunehmend in das Zentrum der Prozessgestaltung. Innovative Technologien helfen nicht nur dabei die Logistik weiter zu optimieren und damit Kosten einzusparen, sondern ebenso Kunden zurück ins lokale Geschäft zu ziehen. Dafür müssen sich Filialen vom Point of Sale zum Point of Experience weiterentwickeln.

Erfahren Sie mehr über:

  • Customer Relationship Management
  • Omni-Channel und eCommerce
  • Supply Chain Management
  • Omni-Channel-Experience
  • SAP HANA und S/4HANA
  • Dynamic Digital Signage
  • Location-based Services
  • Internet of Things (IoT)
  • Geospatial Analytics
  • Predictive Analytics
  • Real-time Analytics
  • Edge Computing
  • Mobile Devices
  • POS Excellence
  • Text Analysis
  • u. v. m.

 

Handelskonferenz

Ort: Forum Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Datum:     28.05 – 29.05.2019
Anmeldung:  SAP-Events

 

 

Internet of Things (IoT)-Einsatzmöglichkeiten am Beispiel des Handels

Das Internet der Dinge bietet einen großen Mehrwert für den Groß- und Einzelhandel. Die Vernetzung ist der zentrale Antrieb für die digitale und mobile Transformation. Intelligente Regale erkennen automatisch die Bestandssituation und mit Temperatursensoren ist eine Überwachung der Kühlgeräte möglich. So können z.B. automatisch Benachrichtigungen auf das Smartphone oder die Smartwatch bei Temperaturänderungen ausgelöst werden. Eine glaubwürdige Bestandsinformation und eine smarte Inventur, reduzieren nicht nur Aufwände, sondern erlauben auch eine Optimierung der Bestandsführung. Die Out of Stock Situationen können dank SAP predictive Analytics weiter reduziert werden. Kunden können zudem mobil lokale Bestände abfragen und ggf. reservieren. Zudem können über das Handy aktuelle Angebote, Rabatte und Produktinformationen bereitgestellt werden. Über Bewegungssensoren, Infrarotsensoren oder Beacons lassen sich ferner Bewegungsprofile von Kunden erstellen. So werden zukünftige Konzepte, Angebotsplatzierungen und der Ladenaufbau verbessert. Für den Endkunden kann mit Hilfe der neuen Technologie die Navigation in großen Shoppingmalls bereitgestellt werden. Auch die Verlagerung des Point of Sale (POS) in die Wohnungen der Kunden, ist dank Smart-Home-Technologie nicht mehr fern. In Zukunft wird der intelligente Kühlschrank automatisch einen Einkaufszettel erstellen. Dies zeigt uns heutzutage in ersten Ansätzen „Amazon Dash“. Dies ist ein Bestellbutton, mit dessen Hilfe Bedarfsgüter automatisch nachbestellt werden können.

SAP Leonardo Blockchain

Was macht die Blockchain so interessant?

Mit der digitalen Transformation und dem Internet der Dinge (IoT) wird das Volumen an Geschäftsvorfällen erheblich zunehmen. Dafür bedarf es einer schnellen, unkomplizierten, günstigen und vertrauensvollen Plattform. Die Blockchain-Technologie bietet genau das. Die für alle Beteiligten einsehbaren Daten einer Transaktion werden in Blöcken (block) erfasst und in einer chronologischen und daher unveränderlichen Kette (chain) gespeichert. Wechseln Wirtschaftsgüter den Eigentümer, so ist dies innerhalb der Blockchain nachvollziehbar. Was heute über das Versenden von Dokumenten, die Einbeziehung Dritter und Systembrüche abgewickelt wird, kann via Blockchain innerhalb von Sekunden erledigt werden.

Welche Anwendungsfälle gibt es für die Blockchain-Technologie bereits heute?

Als prominentestes Beispiel gilt wohl nach wie vor die Bitcoin-Kryptowährung. Erste Pilotprojekte die Bockchain als unkompliziertes Bezahlsystem einzusetzen, um privat Stromtankstellen anderen Elektroautobesitzern anbieten zu können, sind bereits angelaufen.

Und welche mögliche Anwendungsfälle gibt es für SAP Kunden?

In der Industrie ergibt sich eine Vielzahl logistischer Anwendungsfälle. Zwischen Lieferanten und Kunden sind oftmals Speditionen und Zollbehörden geschaltet. Alle Parteien haben Einfluss auf den Versandstatus, den Prozess der Frachtgebühren, der Frachtsicherheit, die Zollabwicklung und auch das Leergutmanagement. Gerade in regulierten Branchen wie der Lebensmittel- und Pharmaindustrie kann die Blockchain ihre Stärken hinsichtlich der Nachvollziehbarkeit ausspielen. Der Hebel auf Zeit und Geld ist sofort erkennbar.

SAP Leonardo

Die SAP SE bündelt im sogenannten „Digital Innovation System“ oder kurz SAP Leonardo diverse Technologien. So z.B. das Internet der Dinge (IoT), Blockchain, Big Data, Machine Learning usw. Dies ist eine gute S/4HANA-Ergänzung, um Ihren innovativen Ideen und Digitalisierungsprojekten ein Portfolio an Lösungsbausteinen bereitzustellen.

Fusion zweier Unternehmen via SAP Post-Merger-Integration

Die Zusammenführung zweier Unternehmen geht meist mit einer Verschmelzung der IT-Systeme einher. Wie der Autor Herr Götte aus eigener Erfahrung weiß, gehören solche Transformationsprojekte zu den größten Herausforderungen und zwar nicht nur innerhalb der SAP-Abteilung, sondern für den gesamten Konzern. Einerseits bedeutet es einen Mehraufwand in fast allen Abteilungen während der Umstellungsphase und andererseits wird sich das Unternehmen organisatorisch ändern. Einige Positionen wären zukünftig mehrfach besetzt. Um Synergieeffekte zu erzielen, können Arbeitsplätze wegfallen bzw. Aufgabenfelder müssen angepasst werden. Über den Erfolg solcher Projekte entscheidet somit nicht nur die IT, sondern auch ein professionelles Change Management. Eine offene Kommunikation, ein geschlossenes Auftreten des Managementteams und die dadurch erlangte Bereitschaft der Mitarbeiter Änderungen mitzutragen, ist eine wesentliche Grundlage für den Projekterfolg.

Projektsplit

Die Trennung von Carve-outs und Post-Merger-Integrationen kann sinnvoll sein. So wird für die Carve-outs meist ein fester Zeitrahmen vorgegeben, weshalb die Einhaltung von Deadlines einen hohen Stellenwert bekommen kann. Die Zerlegung von Großprojekten in mehrere Teilprojekte reduziert einerseits die Komplexität und Risiken, ermöglicht andererseits aber auch Spielraum für eine optimale Zusammenführung der Unternehmen (Fusion). Im zweiten Schritt lassen sich die Synergieeffekte einer Fusion ausschöpfen. Bei besonders komplexen Projekten sollten zudem weitere Teilprojekte abgeleitet werden, um diese in Multiprojekten bzw. Projektprogrammen weiter zu untergliedern. Abhängigkeiten der Projekte untereinander gilt es dabei zu berücksichtigen und im Rahmen der Planung aufzugreifen. Insbesondere für Meilensteine, bei denen viele Abhängigkeiten aufeinandertreffen, müssen realistische Puffer eingeplant werden. Wenn gleich mehrere Voraussetzungen aufeinandertreffen, addieren sich deren Wahrscheinlichkeiten hinsichtlich einer Projektverschiebung. Meist bewirken wiederum Projektverschiebungen zusätzliche Aufwände, die durch ein geschicktes Projektmanagement unnötig wären. Das entsprechende Stakeholder-Management kann eine Herausforderung werden.

Migration der SAP Systeme

Während einige IT-Lösungen schlicht ersetzt werden, sind Fusionen gerade hinsichtlich der SAP-Systemlandschaften sehr aufwändig. Im ersten Schritt gilt es die Systeme anzugleichen. So können zwei SAP Systeme unterschiedlich aktuell sein. Möglicherweise sind es dabei nicht nur unterschiedliche Enhancement Packages, sondern Altsysteme wie z.B. SAP R/3, ERP oder CRM müssen zunächst auf S/4HANA, C/4HANA usw. transformiert werden. Dies kann in allen Geschäftsbereichen wesentliche Änderungen seitens der Geschäftsprozesse bedeuten; beispielsweise die Umstellung auf das neue Hauptbuch (new G/L) oder die Einführung einer neuen Lagerverwaltung (Extended Warehouse Management). Auch eine Harmonisierung der Stammdaten, Namenskonventionen, von Arbeitsabläufen bis hin zur Unternehmenskultur tritt nun in den Fokus. Ein guter Know-how-Austausch der neu zusammengeführten Mitarbeiter, kann viele Potentiale freisetzen und wesentlich zum Erfolg des neu gebildeten Konzerns beitragen.

Webniar zur SAP-Systemzusammenlegung

Ein darauf spezialisiertes Unternehmen- mit dem auch Herr Götte als Manager bereits in Carve-Ins/Carve-Outs zusammengearbeitet hatte- stellt sich nächsten Donnerstag in einem einstündigen Webinar vor:

Agenda

  • Erzielung von Synergieeffekten in der IT und den Geschäftsprozessen
  • Ergebnisoptimierung durch frühzeitige und offene Kommunikation
  • Zusammenführung von Anwendungen und Geschäftsdaten

Zeit: 14:00 – 15:00 (CET)
Ort: Online Webinar
Datum: 11.04.2019
Anmeldung: N/A
Preis: Kostenlos

S4-Experts Post-Merger-Integration Carve-outs Carve-Ins Migrationen Fusionen Unternehmenseingliederungen

SAP WhatsApp Support

Subscribe the WhatsApp channel to receive messages including KBAs, wikis, guides, notes and several tips. Just download WhatsApp and click on the picture or scan the QR code with your mobile device. QR codes you will find here. You can choose all or a few categories listed below about your module or business area.

SAP S/4HANA Sourcing and Procurement & SAP ERP MM

 

S/4 Hana Employee Self-Services (ESS)

Bestellanforderungen können einerseits automatisch und andererseits von Mitarbeitern erzeugt werden. Bereits mit dem S/4HANA Release 1610 wurde der manuelle Prozess durch Employee Self-Services ergänzt. Der neue Ansatz ist, dass der Anforderer in die Lage versetzt wird eigenständiger zu arbeiten.

Mitarbeiter außerhalb der Einkaufsabteilung werden zukünftig wohl in der Regel browserbasiert Bestellanforderungen im Einkaufswagen erzeugen und die Warenzugänge buchen. Erzeugte Bestellanforderungen werden von einem Workflow aufgegriffen. Der Einkäufer kann bei der Umwandlung in eine Bestellung ggf. Änderungen vornehmen und insofern eine Freigabestrategie zum Tragen kommt, wird der Genehmiger (z.B. der Einkaufsleiter oder Werksleiter) informiert. Der Anforderer kann über S/4HANA ESS immer den aktuellen Status einsehen und den Wareneingang buchen. Innerhalb der Kreditorenbuchhaltung erfolgt schließlich die Rechnungserfassung sowie Zahlung.

SAP Preiskonditionenpflege leicht gemacht

  • Thema: Die Preiskonditionenpflege ist aufwendig und kann fehlerbehaftet sein. Winshuttle zeigt Ihnen Ansätze den Prozess zu verbessern. Die Fachabteilungen können damit selbständig Änderungen an den Preiskonditionen vornehmen und diese zudem massenhaft automatisiert m.H.v. Excel in SAP ändern. Darüber hinaus wird Ihnen gezeigt wie Staffelpreise gepflegt und geändert werden können.
  • Datum:     14.03.2019
  • Zeit:           14:00 – 15:00 (CET)
  • Anmeldung:

Webinar Icon

SAP Einkaufs- bzw. Logistikinformationssystem

Die Auswertungsmöglichkeiten sind vielfach bzgl. der Materialeinkaufsprozesse (MM-PUR) und Dienstleistungsbeschaffung (MM-SRV) analog. An dieser Stelle kann keine detaillierte Erläuterung der gesamten Auswertungsmöglichkeiten des Logistikinformationssystems geboten werden. Anhand der Dienstleistungsbeschaffung, sollen die Möglichkeiten verdeutlicht werden. Einerseits sind viele Auswertungen vergleichbar mit der Materialberschaffung, aber andererseits gibt es auch einige Besonderheiten. So können z.B. Abnahmen und Leistungserfassungsblätter ausgewertet werden bzw. es ist eine detailliertere Betrachtung respektive Selektion auf Dienstleistungsebene möglich.

Bestellentwicklung

Lieferantenüberwachung z.B. inwiefern bereits Leistungen erfasst wurden und ob es Abweichungen hinsichtlich der Termineinhaltung, Leistungserfassung oder Rechnungen gab.

Reporting zu Leistungen 

Ermöglicht einen Überblick, welche Bestellungen es zu einem Lieferanten gibt, ob der Lieferant komplett beziehungsweise teilweise und rechtzeitig geliefert hat, ob die Rechnungen richtig waren, es ungeplante Dienstleistungen gab und so weiter.

Ausgabe einer Liste von Leistungsstämmen

Über verschiedene Selektionsmöglichkeiten, wie z.B. Waren- oder Berechtigungsgruppen, kann die Ausgabeliste angepasst werden. Der Anwender gewinnt zum Beispiel einen Überblick über den Pflegestatus der Dienstleistungsstammdaten.

Reporting zum Musterleistungsverzeichnis 

Liefert je nach Selektion alle verfügbaren Musterleistungsverzeichnisse und bietet einen ersten Überblick über deren Pflegestatus.

Reporting zu Leistungsblättern 

Für ein Monitoring über den Abnahme- und Sperrstatus der Leistungsblätter. Eine Massenpflegetransaktion bietet überdies die Möglichkeit, diesen Status zu ändern. Hier können die dem Mitarbeiter zugehörigen Leistungsblätter gemeinsam gepflegt werden.

Dienstleistungskontraktauswertungen 

Auswertungen hinsichtlich existierender Kontrakte, um z.B. zu erfahren inwiefern diese bereits ausgeschöpft wurden und welchen Status die einzelnen Beschaffungsvorgänge haben. Man erkennt direkt, ob häufig ungeplante Dienstleistungen erfasst wurden usw.

Das Einkaufsinformationssystem bietet auch noch weitere Reports zu Einkaufsbelegen, Warengruppen etc. die hier aber nicht alle erläutert werden sollen. Einen detaillierten Überblick zur Dienstleistungsbeschaffung bekommen Sie im Whitepaper von Herrn Götte und zusätzlich können Sie das von Herrn Götte geschriebene Buch (201 Seiten) direkt hier erwerben.

Wir unterstützen Sie gerne! 

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Ein kleiner Schritt für den Fiori-Entwickler, aber ein rieser Sprung für die digitale Transformation der EDEKA?!

Eine der sechs Großhandlungen von EDEKA veranstaltet halbjährlich eine sogenannte Hausmesse – für die Einzelhändler der EDEKA sowie den EDEKA Getränke-Fachhandel Trinkgut. Die Einzelhändler erhalten dort Einblicke in die aktuellen Sortimente und können Bestellungen zu vergünstigten Konditionen frühzeitig veranlassen.

Katalog in Papierform 

Bereits einige Wochen vor der Messe wurde ein Katalog in Papierform an die Einzelhändler verschickt. Mit Hilfe des Katalogs konnten sich die Einzelhändler im Vorfeld informieren und ggf. bereits Ihren Einkauf planen. Der Katalog wurde am Ende des Messetages an die Großhandlung übergeben. Die Bestellungen mussten händisch aus dem Katalog in die Systeme übernommen und dort verarbeitet werden. Die neue Fiori-App löst diesen Prozess nun ab.

Fiori-Katalog auf dem iPad 

Alle bislang im Papierkatalog abgebildeten Artikel werden über eine SAP Fiori-App erfasst. Wahlweise über einen Desktop-Computer oder über ein iPad haben die SAP Fiori App für den Großhandel Einzelhändler im Vorfeld der Messe Zugriff auf die Daten. Dort können Sie Artikel auswählen und ggf. bereits in einen digitalen Warenkorb legen. Auf der Messe selbst werden den Lieferanten iPads zur Verfügung gestellt. Am Messeempfang erhält jeder Einzelhändler ferner einen QR-Code. Dieser dient dazu, sich am Stand des Lieferanten via iPad einzuloggen und dadurch direkt Zugriff auf den eigenen Warenkorb zu erhalten. Im direkten Gespräch mit dem Lieferanten am Messestand kann der Einzelhändler Bestellmengen erfassen bzw. ändern. Diese können im Nachgang dann in Bestellungen umgewandelt werden.

Erweiterte Funktionalität

Darüber hinaus können Saisonartikel erfasst und elektronisch an die Werbeagentur weitergegeben werden. Diese kann dann die Bestellunterlagen aufbereiten und einen Saisonkatalog daraus erstellen. Mit Einführung der Lösung wurde der gesamte Prozess von der Datenerfassung über die Bestellunterlage bis zur Messe digitalisiert. Die intuitive und einfache Bedienung der Fiori-Applikationen ist bei den Anwendern gut angekommen. Die Messelösung läuft übrigens auf einem SAP CAR-System und die Stammdaten werden über SDI in die HANA-Datenbank repliziert.

SAP Fieldglass Dienstleistungsbeschaffung

Mittlerweile bietet SAP diverse Lösungen für die Dienstleistungsbeschaffung. Bereits im ERP-System gab es dazu eine umfangreiche Komponente (MM-SRV). Über die Weiterentwicklung im S/4HANA System werden ebenso zukünftig Artikel verfasst. Neben der Cloud-Lösung SAP Ariba, zu der mittlerweile bereits mehrere Artikel veröffentlicht wurden, gibt es ebenso die Cloud-Lösung SAP Fieldglass, welche den besonderen Anforderungen besser gerecht wird.

SAP ERP Dienstleistungsbeschaffung 

In einem Whitepaper (35-Seiten) wurde die Dienstleistungsbeschaffung inkl. vieler Optimierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten bereits allgemein erläutert. Sie könne gerne auch das dazugehörige Buch vom Autor Timo Götte kaufen. Dieses beschreibt die MM-SRV Komponente auf über 200 Seiten umfassend. Eine Auflage des Buchs, die sich dem Thema S/4HANA Service Procurement widmet, wird zudem 2019 entwickelt.

SAP Fieldglass Video

Guided S/4HANA Trainings

Kennen Sie das? Sie öffnen eine Transaktion und wissen nicht genau, was Sie eingeben müssen bzw. wie diese sich beim Ausführen verhalten wird. Also fragen Sie einen Kollegen. Da nicht immer der passende Kollege zur Verfügung steht, haben Sie jetzt eine Alternative.

S4-Experts Guided S/4HANA Trainings

Sie bekommen nun über S4-Experts einen kostenlosen Zugriff auf Guided Trainings. Es wird dazu eine SAP S/4HANA Simulation bereitgestellt und über einen Assistenten werden Sie durch die Transaktionen navigiert. Zu allen Modulen, wie Sourcing and Procurement, Manufacturing, Supply Chain, Professional Services, Sales, Finance, Controlling etc., finden Sie Simulationen zu bereits sehr vielen Transaktionen. So können Sie sich interaktiv in das System einarbeiten und dies immer genau dann, wenn Sie es benötigen.

S/4HANA Guided Trainings

S/4HANA Guided Trainings

SAP S/4HANA Sourcing and Procurement Whitepaper

Auf 17 Seiten bekommen Sie einen Überblick über die S/4HANA Stammdaten zum Einkauf, den Beschaffungsprozess, Kontraktmanagement, Employee-Self-Services (ESS), den Ausschreibungsprozess inkl. der SAP Ariba-Integration, die katalogbasierte Beschaffung und die neuen Einkaufsanalysen. Dazu bietet wir „Guided S/4HANA Trainings„, einen Demosystemzugriff und viele weiterführende Informationen. Sie können alternativ auch die Videothek nutzen. Dort gibt es bereits viele Videos zum S/4HANA Einkauf.

S4 HANA Einkauf

S/4HANA katalogbasierte Beschaffung

Nachdem bereits der S/4HANA Beschaffungsprozess erläutert wurde, soll nun ein Überblick über die katalogbasierte Beschaffung geboten werden. Diese kann den Einkauf entlasten. Da eingebundene Artikel einem bereits verhandelten Rahmenvertrag unterliegen, ist eine zusätzliche Einbindung des Einkaufs maximal hinsichtlich einer nötigen Genehmigung erforderlich. Es gibt unterschiedliche Kataloglösungen, die an dieser Stelle kurz vorgestellt werden sollen.

Unterschiedliche Kataloglösungen

  • Intern gehostete Kataloge (z.B. SAP Procurement Catalog): Diese funktionieren sogar ohne Internetanbindung im eigenem Netzwerk und es besteht eine gute Kontrolle über z.B. die Preise. Mit den Vorteilen der zentralen Pflege geht aber auch ein erhöhter, interner Ressourcenaufwand einher. Einige Rohstoffe unterliegen z.B. starken Preisschwankungen (Öl) oder es gibt einen häufigen Sortimentswechsel. Dann sind extern gehostete Kataloge i.d.R. die bessere Wahl.
  • Externe gehostete Kataloge (Punch-out-Kataloge): Hier ist der Lieferant für die Pflege und Inhalte verantwortlich. Aktuelle Preise und eine Übersicht über verfügbare Artikel können deutlich besser ermöglicht werden. Die Preiskontrolle sowie katalogübergreifende Suchmöglichkeiten sind hier jedoch mögliche Kritikpunkte. Die Suche und Auswahl von Artikeln über mehrere Lieferantenkataloge kann eine Anforderung sein.
  • Extern angebundene Marktplätze: Diese Lösung ermöglicht eine lieferantenübergreifende Beschaffung von Artikeln und Dienstleistungen. Dazu gehören z.B. auch „SAP Ariba“ und „SAP Fieldglass“. Die Vor- und Nachteile von Marktplätzen können aus der obigen Darstellung abgeleitet werden.

Katalogintegration

Die sogenannte OCI-Schnittstelle (Open Catalog Interface) ermöglicht die Integration von Katalogen in den S/4 HANA Beschaffungsprozesse. In der Gruppe „Einkaufskonfiguration“ finde sie dazu die App „Einstellungen für Web Services“.

 

S/4 HANA Einkaufsanalysen

Gruppen von Apps können individuell zusammengestellt werden. Anhand einiger Beispiele, die im Standard zugeordnet sind, wird ein erster Überblick geboten. Zudem werden einige weitere sinnvolle Apps vorgestellt, die wohl viele Einkäufer ansprechen werden und daher ggf. auch dieser Gruppe zugeordnet werden können.

S/4HANA Gruppe „Einkaufsanalysen“

Die S/4HANA Gruppe „Einkaufsanalysen“ bietet viele nützliche Apps, um den Einkauf übersichtlicher und effektiver zu gestalten. Öffnet man die Gruppe erhält man über Kennzahlen, z.B. „Auslaufende Kontrakte“, „Überfällige Bestellpositionen“ oder „Durchschnittliche Lieferzeit“, einen schnellen Überblick ohne überhaupt in eine App navigieren zu müssen. Durch einen Klick auf die App mit der Kennzahl, können dann die Details- meist grafisch aufbereitet- eingesehen werden.

Apps zu Einkaufsanalyse

  • Ausschöpfung Wertkontrakt: Gibt einen Prozentsatz für das vergangene Jahr (ausgehend vom aktuellen Tagesdatum) bzgl. der Ausschöpfung des Wertkontrakts an. Innerhalb der App kann über eine Grafik die Ausschöpfung, der Zielbetrag und der freigegebene Betrag nicht verwendetet Kontrakte eingesehen werden.
  • Ausschöpfung Mengenkontrakt: Analog zum Wertkontrakt.
  • Durchschnittliche Genehmigungszeit für Bestellanforderungen: Eine Aufteilung nach dem Preisgefüge (mittel, hoch bzw. sehr hoch) ermöglicht eine gezieltere Steuerung des Einkaufs. So kann z.B. der Einkaufsleiter, bei sehr hochpreisigen Bestellanforderungen, aufgefordert werden innerhalb einer gewissen Frist freizugeben.
  • Änderungen der Bestellanforderungsposition: Bietet Analysemöglichkeiten hinsichtlich im vergangenen Jahr erfolgter Änderungen von Preisen, Mengen, Einkäufergruppen und Lieferanten.
  • Zykluszeit von Bestellanforderung zur Bestellung: Ermittelt den durchschnittlichen Zeitraum von der Bestellanforderungserstellung bis hin zur eingegangenen Bestellung beim Lieferanten. Auch hier gibt es eine Aufteilung nach Preisgefüge.
  • Bestellanforderungen: Kein Bearbeitungsbedarf: Ermittelt den Anteil (Prozentsatz) der Bestellanforderungen, die im Einkaufswagen automatisch in Bestellungen umgesetzt wurden. Ein guter Gradmesser, um den Automatisierungsgrad des Einkaufs zu ermitteln.

Mögliche Weiterentwicklung der Gruppe „Einkaufsanalysen“

Die Gruppe „Einkaufsanalysen“ kann durch weitere Apps ergänzt werden. So können z.B. die Apps (Gesamt-) Ausgabeabweichung/Bestellwert, kontraktabhängige Ausgaben oder eine Beschaffungsübersicht interessante Ergänzungen sein. Letztere ist so interessant, dass sie kurz vorgestellt wird. Daneben soll auch die Lieferantenbewertung kurz vorgestellt werden.

  • Beschaffungsübersicht: Im Standard befindet sich diese in der Gruppe „Beschaffung“, kann aber auch in die „Einkaufsanalysen“-Gruppe verschoben werden. Viele Informationen aus der Einkaufsanalysenübersicht werden hier in einer grafischen Übersicht zusammengeführt und ermöglichen dem Einkäufer den Blick für das Wesentliche. Durch Filteroptionen (bzgl. Materialien, Werke, Lieferanten, Warengruppen usw.) kann die Ansicht zielgerichtet ausgestaltet werden, sodass der Einkäufer schnell erkennt in welche seiner Handlungsfelder sein eingreifen erforderlich ist.
  • Bewertung der Lieferantenleistung: Diese App befindet sich im Standard in der Gruppe Lieferantenbewertung. Im Gegensatz zu ERP stellt S/4 HANA bereits im Standard eine einfache Form der Lieferantenbewertung bereit. Die Mengen-, Preis- und Termintreue wird als gewichteter Durchschnitt pro Lieferant berechnet. Eine grafische Gegenüberstellung unterstützt schließlich den Auswahlprozess. Ein detaillierter Ausbau mit weiteren automatischen sowie semi-automatischen und manuellen Haupt- und Nebenkriterien inkl. Gewichtung, wie aus dem ERP bekannt, kann natürlich auch weiterhin vorgenommen werden.

S/4 HANA Ausschreibungsprozess

Wurde von einem Mitarbeiter ein Bedarf über eine Bestellanforderung an den Einkauf kommuniziert und dieser findet keine passende Bezugsquelle bzw. möchte vor der Bestellung verschiedene Angebote einholen, kann der neue Ausschreibungsprozess vorgeschaltet werden.

Ausschreibungsprozess in SAP ERP

Bisher wurden in ERP, ggf. mit Bezug zur Bestellanforderung, Anfragen angelegt und möglichen Lieferanten zugestellt. Die eingegangenen Angebote wurden erfasst, im Preisspiegel verglichen und es konnten Zuschläge erteilt sowie via Flagsetzung den anderen Lieferanten automatische Absageschreiben zugestellt werden. Für den bzw. die Lieferanten mit erteiltem Zuschlag erzeugte der Einkäufer Bestellungen. Die dafür nötige Nachrichtenfindung, Formularentwicklung und falls gewünscht auch Lieferantenbewertung, musste zuvor implementiert werden.

Ausschreibungsprozess in SAP S/4HANA

S/4HANA

Ein möglicher Ablauf im neuen Systemverbund aus S/4 HANA und Ariba kann folgendermaßen aussehen.

Anfragen

Der Einkäufer legt in S/4 HANA eine Anfrage an, die über cXML-Nachrichten (commerce eXtensible Markup Language) und das Ariba Network an Ariba Sourcing weitergeleitet wird.

Gebotsrunden

Im Ariba Sourcing übernimmt der Beschaffungsmanager die weitere Verarbeitung. Er generiert dazu eine Beschaffungsanforderung, die wiederum Basis für ein Beschaffungsprojekt ist. In diesem Projekt können ein oder mehrere Lieferanten, in ein oder mehreren Gebotsrunden ihre Angebote abgeben, bis einer oder mehrere Lieferanten den Zuschlag erhalten. Alle anderen Lieferanten bekommen ein Absageschreiben über das Ariba Network.

Angebotszuschläge

Die Angebote mit dem erteilten Zuschlag werden via cXML-Nachrichten zurück an das S/4 HANA-System gesendet. Hier können Sie automatisch in Bestellungen umgesetzt werden.

In S/4 HANA gibt es dazu folgende Apps

  • Ausschreibungen verwalten: Einerseits zum Anlegen, Ändern und Löschen von Ausschreibungen und andererseits um Detailinformationen einsehen zu können; wie z.B. Rechtsvorgänge und Angebotszuschläge. Das Anlegen kann auch als Kopie einer vorhandenen Ausschreibung (mit ggf. nötigen Anpassungen) erfolgen. Sie können den Preis im Infosatz via Ausschreibungsposition aktualisieren. Und „Lean Services“ bietet eine Auswahl auf Positionsebene zwischen Material und Dienstleistung.
  • Lieferantenangebote verwalten: Bietet einen Überblick über alle Angebote zu allen Ausschreibungen, die einen Zuschlag erhalten haben. Angebote im Status „Eingereicht“ können Sie ferner stornieren und im Status „In Vorbereitung“ löschen.
  • Lieferantenangebote vergleichen: Bietet die Möglichkeit den Zielwert der Ausschreibung mit dem niedrigsten vom Lieferanten empfangenen Preis zu vergleichen. Außerdem kann eine Liste aller empfangenen Angebote für eine bestimmte Ausschreibung angezeigt werden. Zudem können Sie Informationen über die Ausschreibung einholen, Lieferantenangebote vergleichen und schließlich den Angebotszuschlag erteilen

Vorteile des Systemverbunds aus S/4HANA und SAP Ariba

Die Ausschreibung erfolgt außerhalb von S/4 HANA in Ariba, was gleich mehrere Vorteile mit sich bringt. In Ariba sind sehr viele Lieferanten angemeldet, die Infrastruktur ist bereits vorhanden und die Kommunikation kann über diese erfolgen. Außerdem können Bestellungen aus Angeboten mit erteiltem Zuschlag automatisch erzeugt werden. Dies reduziert den operativen Aufwand innerhalb der Einkaufsabteilung und beschleunigt den Prozess.

Im Ausschreibungsprozess können Sie Anlagen nun nicht nur auf Kopf- sondern auch auf Positionsebene pflegen. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn bei Ihnen Ariba im Einsatz ist. Auf dem Ausdruck bzw. via E-Mail werden die Anlagen nämlich nicht berücksichtigt/ausgedruckt. Bisher können jedoch keine Anlagen den Angeboten hinzugefügt werden.

Mit der App „Workflows für Lieferantenangebote verwalten“ können Sie den Genehmigungsprozess optimieren. Der flexible Workflow ermöglicht die Optimierung eines mehrstufigen Genehmigungsprozesses. Innerhalb der App können Sie die Genehmiger, deren Genehmigungsreihenfolge und die Startbedingungen für jeden Genehmigungsschritt festlegen. Eine Kopie-Funktion bezüglich bestehender Workflows mit anschließender Anpassung, ermöglicht die effiziente Erstellung von weiteren Workflows.

Für systemübergreifende Ausschreibungsprozesse stellt SAP folgende Lösung bereit. Es gibt einen sogenannten OData-Service für ein Ausschreibungs-API (Application Programming Interface). Damit können Sie Ausschreibungen in SAP S/4HANA durch einen API-Abruf aus einem Quellsystem außerhalb von SAP S/4HANA anlegen. Außerdem können Sie die Daten vorhandener Ausschreibungen aus dem S/4 HANA-System lesen. Ebenso gibt es einen OData-Service für ein Lieferantenangebots-API. Damit können Sie Kopf- und Positionsdaten eines Lieferantenangebots auslesen.

Hybride SAP-Landschaften erfordern neue Teststrategien

Prozesse werden zunehmend über mehrere Systeme hinweg abgebildet, weshalb systemübergreifende (End-zu-End) Tests erforderlich sind. Wir bieten eine Lösung, die unabhängig von Ihrer Anwendung funktioniert. Zudem wurden bereits viele automatische Testdurchläufe hinsichtlich der SAP-Standardfunktionen umgesetzt. Weitere Automatisierung kann individuell realisiert werden. So können Sie Ihre Z-Entwicklungen über automatische Tests zukünftig abdecken. Ferner lassen sich systemübergreifende Tests implementieren.

Erfahren Sie mehr!

SAP Test Suite

S/4 HANA Procure-2-Pay

Der Beschaffungsprozess beginnt in der Regel mit einer Bestellanforderung. Ist die Bezugsquelle bekannt, kann der Prozess wie folgt ablaufen. Ansonsten wird der später noch erläuterte Ausschreibungsprozess in SAP S/4HANA ggf. inklusive SAP Ariba vorgeschaltet.

Bestellabwicklung

In der Fiori-Gruppe „Bestellanforderungsbearbeitung“ finden Sie Apps bezüglich Bestellanforderungen, Bezugsquellenzuordnung und Bestellumsetzung. Über die Gruppe „Bestellungsbearbeitung“ können Bestellungen alternativ auch direkt angelegt, gepflegt und ausgewertet werde. Der gegebenenfalls erforderliche Genehmigungsprozess wird ebenso über Fiori-Apps in S/4HANA abgewickelt. Über die Benutzerrolle „Einkaufsleiter“ kann in der App „Mein Eingang“ die Bestellung genehmigt und dem Lieferanten zugestellt oder aber abgelehnt, angehalten bzw. intern weitergeleitet werden.

Überwachung der Lieferentenbestätigungen

Es gibt übrigens in S/4HANA Sourcing and Procurement eine Funktion zur Überwachung der Lieferentenbestätigungen. Letztes Jahr (2017) wurde zudem ein visueller Filter eingeführt. Der Status der Bestellbestätigung kann über verschiedene Diagramme veranschaulicht werden:

  • Kreisdiagramm: Darstellung der Anzahl von Bestellpositionen nach Auftragsstatus
  • Liniendiagramm: Darstellung der Anzahl von Bestellpositionen nach Lieferplandatum
  • Balkendiagramm: Darstellung des Bestellwerts nach Lieferant

Lagerabwicklung

Die Gruppe „Lagerabwicklung“ in S/4HANA bietet schließlich eine App für die Wareneingangsbuchung. Zudem finden Sie hier auch Apps um Bestände werksintern bzw. -übergreifend umzulagern, Materialbelege anzuzeigen beziehungsweise zu drucken und Warenbewegungen zu buchen. Der grundsätzliche Beschaffungsprozess hat sich also dahingehend geändert, dass alternativ mit in Fiori-Gruppen organisierten Apps gearbeitet werden kann. Damit erreicht SAP einerseits Benutzerfreundlichkeit (SAP´s User Experience) und eine Geräteunabhängigkeit (responsive). Wesentliche Änderungen ergeben sich innerhalb der Kreditorenrechnung.

Kreditorenrechnung

Die Rechnungserfassung ist seitens des Einkaufs die letzte Aktivität. Die Kreditorenrechnungen, Zahlungsinformationen und so weiter finden Sie in der Gruppe „Kreditorenkonten“. In S/4HANA Finance werden dank des umfassenden Universal Journals deutlich weitergehende Analysemöglichkeiten angeboten. In der Finanzwirtschaft laufen gelegentlich unvollständige oder sogar fehlerhafte Buchungen auf. Für FI-Belege wurden im zugrundeliegendem Universal Journal beziehungsweise der Tabelle ACDOCA alle relevanten Informationen zusammengeführt. Wie der Autor aus eigener Erfahrung weiß, war die Fehleranalyse im SAP ERP teilweise sehr umständlich. Fehlende Berechtigungen erforderten eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Im Universal Journal findet der Anwender alle nötigen Informationen und kann daher deutlich schneller Korrekturen durchführen. Änderungen können dabei zunächst simuliert werden.

Anzahlungen

Teilweise werden seitens Logistik Anzahlungen veranlasst beziehungsweise in der Regel zumindest Anzahlungsanforderungen gebucht. Übermittelt der Lieferant eine Anzahlungsanforderung und wird diese seitens Rechnungswesen in S/4HANA gebucht, so muss diese und die Faktura in Einklang gebracht werden. Hilfreiche Apps wurden dazu in der Fiori-Gruppe „Zahlungen“ zusammengetragen.

Das S/4HANA Datenmodell anhand des Beispiels Bestandsführung einfach erklärt!

Mit S/4HANA wurde ein neues, vereinfachtes Datenmodell eingeführt. In ECC gab es z.B. für die Bestandsführung noch 26 Aggregationstabellen, 2 Stammdatentabellen und 2 Bewegungsdatentabellen. Diese 30 Tabellen werden zukünftig in S/4HANA auf 2 Stammdatentabellen (MARC und MARD) sowie eine neue, umfangreiche Bewegungsdatentabelle (MATDOC) reduziert. Die vielen Aggregationstabellen wurden durch Views ersetzt, sodass insbesondere vorhandene Z/Y-Programme darauf zugreifen können.

Technischer Hintergrund

Daten werde nun auch spaltenorientiert verwaltet und die Datenbank läuft direkt im schnellem Arbeitsspeicher (In-Memory-Technologie).

  • Tatsächlich wird ein Hybrid aus der spaltenorientierten Arbeitsweise sowie der zeilenorientierten Datenbanktechnologie eingesetzt. Aufgrund der spaltenorientierten Speicherung wurde eine erhebliche Vermeidung von Redundanz ermöglicht; mehrfach vorhandene Daten werden zusammengefasst.
  • Aufgrund der neuen Datenverwaltung und Performance, müssen Daten nicht mehr in Aggregationstabellen verdichtet werden. Der neue Ansatz ist eine große Tabelle statt vieler kleiner Tabellen mit Redundanz.
  • Größe und Preis des Arbeitsspeichers ermöglichen heutzutage, dass die gesamte Datenbank im Arbeitsspeicher laufen kann. Da alle Daten bereits im Arbeitsspeicher gehalten werden, ist nicht nur eine sehr performante Analyse von großen Datenmengen möglich, sondern es können darüber hinaus transaktionale und analytisch Prozeduren im selben System ad-hoc ausgeführt werden.

Die Datenbank konnte bei einigen Kunden teilweise um mehr als das 10-fach reduziert werden. Erfahrungsgemäß hat ein SAP ERP-System oft 600 – 800 GB Speicherbedarf und dieser kann zukünftig z.B. auf 40-70 GB reduziert werden. Ein weiteres Potential zur Speicherbedarfsreduzierung bietet übrigens die Reduzierung/Auslagerung historischer Daten.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen, Videos und ein S/4HANA Demosystem zur neuen Datenbank, dem Datenmodell und den daraus resultierenden Möglichkeiten in S/4HANA, finden Sie auf dieser Webpage.

S/4HANA Stammdaten

Für den Einkauf ergeben sich einige Neuerungen innerhalb der SAP S/4HANA Stammdaten. Die vielen Fiori-Apps bieten allerdings einen hohen Wiedererkennungswert und an die wenigen Umstrukturierungen gewöhnt man sich schnell.

S/4HANA Geschäftspartner

Die separaten Kreditoren- und Debitorenstämme wurden von SAP als Geschäftspartnerstammsätze zusammengeführt (SAP´s Principle-of-One). Beim Aufruf der obsoleten Pflegetransaktionen (FK0x, FD0x, XD0x, VD0x, XK0x und MK0x) wird der Anwender auf die Transaktion BP umgeleitet. Die Zusammenführung aller Informationen in Geschäftspartnern vermeidet nicht nur redundante Pflegeaktivitäten, sondern erleichtert auch die Zuordnung; z.B. eines erstellten Belegs in der Buchhaltung.

Über die aus ERP bekannten Partnerrollen können die verschiedenen Geschäftszwecke abgebildet werden. Es werden immer mindestens zwei Rollen erzeugt. Einerseits automatisch die Rolle „Geschäftspartner (allg.)“ und andererseits eine manuell gewählte Rolle, wie z.B. der „Lieferant“. Abhängig von der gewählten Rolle sind unterschiedliche Reiter und Felder zu pflegen. So wird bei der Partnerrolle „Lieferant“ der Reiter Beschaffungsmonitoring angezeigt; beim „Lieferant (Finanzbuchhaltung)“ hingegen nicht. Hier können übrigens die Materialverfügbarkeit und Informationen zum Transportweg eingesehen werden.

Neu ist eine zeitabhängige Adresssteuerung, wodurch Adressänderungen transparenter sind. Der umständliche Weg über Änderungsbelege ist daher nicht mehr erforderlich.

S/4HANA Materialstamm

Für den Materialstamm kann nun optional eine 40-stellige Materialnummer aktiviert werden. Dies sollte wohlüberlegt erfolgen, da eine Deaktivierung später schwierig ist und Auswirkungen auf Schnittstellen oder Erweiterungen daher vorab analysiert werden sollten. Als zweite wesentliche Änderung kann der WebGUI-Datei -Browser genannt werden. Statt im nativen Dateisystem, werden nun die Methoden Download, Upload, Ausführen usw. im eignen Dateisystem des Browsers ausgeführt.

Stammdatenmassenänderungen

Über die App „Massenänderungen an Einkaufsinfosätzen“, können Sie die Felder mehrerer Einkaufsinfosätze auf einmal ändern. Änderungsprotokolle bieten zudem eine Kontrollmöglichkeit. Die App „Massenänderungen an Lieferplänen“ ermöglicht es Felder mehrere Lieferpläne auf einmal zu ändern. Auch hier gibt es Änderungsprotokolle.

S/4HANA Information Lifecycle Management (ILM)

Insbesondere innerhalb der Stammdaten werden ggf. auch personenbezogene Daten hinterlegt. Um der neuen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) gerecht zu werden, bietet SAP via „Information Lifecycle Management“ daher eine Lösung für das Sperren beziehungsweise Löschen von personenbezogenen Daten.

 

 

 

SAP S/4HANA RETAIL Stammdaten

Nachdem bereits ein Überblick über IS RETEIL im ERP-System geboten wurde und die S/4HANA Einkaufsstammdaten im Allgemeinen erläutert wurden, soll hier ein Überblick über die Neuerungen im S/4HANA RETAIL System geboten werden. In einem Whitepaper wurde bereits auf viele generelle Änderungen im S/4HANA Logistikumfeld eingegangen sowie auch im Speziellen auf die SAP HANA Datenbank. Beide Whitepapers bieten Ihnen einen schnellen Überblick.

Mit der Branchenlösung SAP S/4HANA „Retail for Merchandising Management“ für den Groß- und Einzelhandel gehen einige wesentliche Änderungen einher. Es gibt keinen herkömmlichen Retail Switch, d.h. das Industriesystem und SAP-Retail-System wurden besser zusammengeführt. Unter ERP konnte nach einem Retail-Switch keine weitere Branchenlösung aktiviert werden, die Aktivierung konnte nicht rückgängig gemacht werden, es war eine eigene Lizenz erforderlich und es kamen Funktionen hinzu (Aufteiler, Artikelstammdaten, Betriebsstammdaten, Point of Sale usw.), aber es vielen eben auch Funktionen weg (Material Ledger, Dispositionsbereiche usw.). Mit S/4HANA können Sie die Retail-Funktionen aktivieren, ohne das Funktionen verloren gehen. Auch eine weitere Branchenlösung (SAP Industrie Solution) kann aktiviert werden.

S/4HANA Retail Organisationsstrukturen

Die Organisationsstrukturen für die Bestandsführung (Mandant, Betrieb und Lagerort) sowie im Verkauf (Mandant, Verkaufsorganisation, Vertriebslinie und Sparte), haben SAP S/4HANA Retail Storesich in S/4HANA RETAIL nicht wesentlich geändert. Insofern Sie die Bestandsführung um eine detaillierte und umfangreichere Lagerverwaltungslösung ergänzt haben bzw. dies planen, ergeben sich hier wesentliche Änderungen. Extended Warehouse Management (EWM) wird das Warehouse Management (WM) ablösen und ist nun nicht mehr nur Teil des SAP SCM-Systems, sondern in S/4HANA integriert. Vertriebslinien bilden sich aus der Kombination Verkaufsorganisation und Vertriebsweg; die Sparte wird in Retail nicht genutzt.

S/4 HANA Geschäftspartner statt Lieferanten- und Kundenstämme

Die separaten Kreditoren- und Debitorenstämme wurden von SAP als Geschäftspartnerstammsätze zusammengeführt (SAP´s Principle-of-One). Beim Aufruf der obsoleten Pflegetransaktionen (FK0x, FD0x, XD0x, VD0x, XK0x und MK0x) wird der Anwender auf die Transaktion BP umgeleitet. Die Zusammenführung aller Informationen in Geschäftspartnern vermeidet nicht nur redundante SAP S/4HANA Lieferanten Pflegeaktivitäten, sondern erleichtert auch die Zuordnung. So z.B. eines erstellten Belegs in der Buchhaltung; mit Hilfe der zentralen Geschäftspartnernummern können diese unkompliziert zugeordnet werden. Über die aus ERP bekannten Partnerrollen können die verschiedenen Geschäftszwecke abgebildet werden. Es werden immer mindestens zwei Rollen erzeugt. Einerseits automatisch die Rolle „Geschäftspartner (allg.)“ und andererseits eine manuell gewählte Rolle, wie z.B. „Lieferant“. Abhängig von der gewählten Rolle sind unterschiedliche Reiter und Felder zu pflegen. So wird bei der Partnerrolle „Lieferant“ der Reiter Beschaffungsmonitoring angezeigt; beim „Lieferant (Finanzbuchhaltung)“ hingegen nicht. Hier können übrigens die Materialverfügbarkeit und Informationen zum Transportweg eingesehen werden. Neu ist eine zeitabhängige Adresssteuerung, wodurch Adressänderungen transparenter sind. Der umständliche Weg über Änderungsbelege ist daher nicht mehr erforderlich.

In SAP Retail gibt es zwei wesentliche Arten von Geschäftspartnerrollen: Kunden und Lieferanten. Das Besondere in SAP IS Retail ist, dass diese mit den Betrieben verbunden sind.

Kundenstammdaten

  • Anonyme Endverbraucher ohne Stammsatz
  • Interne Kunden (eigene Betriebe)
  • Externe Kunden mit Stammsatz
  • Betriebe

Lieferantenstammdaten

  • Interne Lieferanten, wie z.B. Verteilzentren
  • Externe Lieferanten mit Stammsatz

S/4HANA RETAIL Betriebsstammdaten

Der Betrieb ist eine bestandsführende und selbst disponierende Organisationseinheit, die mit dem Geschäftspartnerstammsätzen verbunden ist. Betriebe haben entweder die Aufgabe Waren bereitzustellen (Verteilzentren, Großhandelslager oder Zentrallager) oder zum Verkauf zu präsentieren (Filialen oder Märkte). Bei der Betriebsanlage via WB01 wird dies über das Werksprofil definiert; sowie die Nummernvergabe und welche Angaben im Stammsatz gepflegt werden müssen. Der Filiale bzw. dem Markt ist, im Gegensatz zu den Verteilzentren, als Geschäftspartner nur ein Debitor zugeordnet. Denn hier müssen nur Verkaufsfunktionen (z.B. Lieferungen, Fakturen usw.) verwendet werden. Die Verteilzentren bekommen darüber hinaus zusätzlich Geschäftspartner mit der Rolle Lieferant zugeordnet, damit diese auch Filialen beliefern können.

S/4Hana RETAIL Artikelstammdaten

Langfristig sollen Artikel- und Materialstammsätze zum Produkt harmonisiert werden. Derzeit erfolgt die Anlage, Pflege und Anzeige aber noch getrennt über die SAP S/4HANA RETAIL Artikelstamm bekannten Transaktionen (MM41, MM42 und MM43 bzw. beim Material MM01, MM02 und MM03) oder via Fiori-Apps. Über Artikelarten können Artikel gruppiert werden; z.B. nach Elektronik, Frischeprodukte, Handelsware usw. Die Gruppierung ist ebenso über Warengruppen möglich, hier könne sogar Warengruppenhierarchien angelegt werden. Vorlageartikel können zudem zur Erleichterung der Artikelstammanlage genutzt werden. Diese schlagen dann bereits viele Werte vor und nur einige individuelle Daten müssen gepflegt werden (EANs, Preise usw.).

Über den Artikeltyp wird der Artikel näher beschrieben:

Einzelartikel: So z.B. ein Notebook, das an den Kunden verkauft wird.

Sammelartikel: Zusammenfassung mehrerer Artikel, die sich nur hinsichtlich bestimmter Merkmale unterscheiden. So z.B. T-Shirts in verschiedenen Farben oder Größen. Die Unterscheidung erfolgt über Varianten (Konfigurationsklassen und -arten), um den Artikelstammpflegeaufwand zu minimieren.

Strukturierte Artikel bestehen aus mehreren Artikeln und können weiter untergliedert werden in:

  • Displays: Mehrere Einzelartikel/Sammelartikelvarianten mit eigener Artikelnummer, ein gemeinsamer Einkaufspreis, die Zerlegung für den Verkauf ist möglich und diese sind oft Teil von Aktionen. Und Displays werden oft über den zentralen Einkauft zugeteilt. Die Bestandsführung in der Filiale erfolgt oft auf Komponentenebene, während sie im Verteilzentrum auf Displayebenen geführt wird. Beispielweise ein Aufsteller (Verpackung) mit 50 Überraschungseiern (Vollgut).
  • Verkaufssets: Der Einkauf erfolgt als Set und der Verkauf als Set oder Einzelartikel; z.B. ein Wohnzimmerschrank aus den Komponenten Vitrine, Highboard und Fernsehschrank.
  • Lots: Feste Mengeneinteilungen der Varianten oder mehrere Sammelartikel; z.B. 3 blaue, 4 gelbe und 4 grüne Paar Schuhe.

SAP

S/4 HANA Kontraktmanagement

Die Gruppe „Einkaufskontraktbearbeitung“ enthält z.B. Apps bzgl. Lieferplanverwaltung, Lieferplaneinteilungen, Lieferplanabrufe, Einkaufsjobs und Kontraktverwaltung. Einige Umstrukturierungen wurden vorgenommen, jedoch findet sich der geübte Anwender schnell zurecht. Das Anlegen eines Kontrakts erfolgt analog zum ERP-System.

Die App „Einkaufskontrakte verwalten“ bietet einen Überblick über alle Kontrakte bzw. je nach Selektion eine Teilmenge. Öffnet man einen dieser Kontrakten findet man alle aus ERP bekannten Daten, welche jedoch auf mehr Bildschirme aufgeteilt wurden. Die Abrufmenge findet man z.B. jetzt unter dem Reiter „Positionen“ und der jeweiligen Detailübersicht.

Die üblichen Funktionen stehen weiterhin zur Verfügung

  • Kontraktvorlagen anzeigen, anlegen, bearbeiten oder löschen
  • Kontrakte manuell oder mithilfe einer Kontraktvorlage anlegen
  • Konditionen zum bestehenden/neuen Datumsbereich hinzufügen
  • Rechtsvorgänge eines Kontrakts anzeigen

Wenn der Nettopreis für eine Position in einem Infosatz gepflegt ist, wird automatisch eine Standardkondition mit Konditionsart Bruttopreis angelegt und der Gültigkeitszeitraum aus dem Einkaufsinfosatz übernommen. Andernfalls müssen Sie den Nettopreis für die Kontraktposition manuell pflegen und der Gültigkeitszeitraum wird aus dem Kontrakt übernommen.

Interessante Fiori-Apps zum Kontraktmanagement

Rechtsvorgänge anzeigen: Neben der Anzeigemöglichkeit des Rechtsinhalts, können Sie die zugeordneten Rechtsvorgänge, deren Bewertung (z.B. „Ausstehend“ oder „Planmäßig“) und den letzten Bearbeiter inkl. Änderungsdatum einsehen.

Mit der App „Massenänderungen an Einkaufskontrakten“, können Sie die Felder mehrerer Einkaufskontrakte auf einmal ändern. Eine anschließende Kontrollmöglichkeit bieten die Änderungsprotokolle.

Die „Einkaufskontraktpositionen überwachen“-App bietet ein Monitoring der Kontraktpositionen. Im Standard wird eine Diagramm- und Tabellensicht mit aggregierten Werten von Kontraktpositionen für Materialgruppen angezeigt.

 

S/4 HANA Stammdaten im Einkauf

Für den Einkauf ergeben sich einige Neuerungen innerhalb der Stammdaten. Die vielen Fiori-Apps bieten allerdings einen hohen Wiedererkennungswert und an die wenigen Umstrukturierungen gewöhnt man sich schnell.

Kreditoren- und Debitorenstämme

Die separaten Kreditoren- und Debitorenstämme wurden von SAP als Geschäftspartnerstammsätze zusammengeführt (SAP´s Principle-of-One). Beim Aufruf der obsoleten Pflegetransaktionen (FK0x, FD0x, XD0x, VD0x, XK0x und MK0x) wird der Anwender auf die Transaktion BP umgeleitet. Die Zusammenführung aller Informationen in Geschäftspartnern vermeidet nicht nur redundante Pflegeaktivitäten, sondern erleichtert auch die Zuordnung; z.B. eines erstellten Belegs in der Buchhaltung; mit Hilfe der zentralen Geschäftspartnernummern.

Über die aus ERP bekannten Partnerrollen können die verschiedenen Geschäftszwecke abgebildet werden. Es werden immer mindestens zwei Rollen erzeugt. Einerseits automatisch die Rolle „Geschäftspartner (allg.)“ und andererseits eine manuell gewählte Rolle, wie z.B. „Lieferant“. Abhängig von der gewählten Rolle sind unterschiedliche Reiter und Felder zu pflegen.

So wird bei der Partnerrolle „Lieferant“ der Reiter Beschaffungsmonitoring angezeigt; beim „Lieferant (Finanzbuchhaltung)“ hingegen nicht. Hier können übrigens die Materialverfügbarkeit und Informationen zum Transportweg eingesehen werden.

Neu ist eine zeitabhängige Adresssteuerung, wodurch Adressänderungen transparenter sind. Der umständliche Weg über Änderungsbelege ist daher nicht mehr erforderlich.

Materialstamm

Für den Materialstamm kann nun optional eine 40-stellige Materialnummer aktiviert werden. Dies sollte wohlüberlegt erfolgen, da eine Deaktivierung später schwierig ist und Auswirkungen auf Schnittstellen oder Erweiterungen daher vorab analysiert werden sollten. Als zweite wesentliche Änderung kann der WebGUI-Datei -Browser genannt werden. Statt im nativen Dateisystem, werden nun die Methoden Download, Upload, Ausführen usw. im eignen Dateisystem des Browsers ausgeführt.

Massenpflege

Über die App „Massenänderungen an Einkaufsinfosätzen“, können Sie die Felder mehrerer Einkaufsinfosätze auf einmal ändern. Änderungsprotokolle bieten zudem eine Kontrollmöglichkeit.

Die App „Massenänderungen an Lieferplänen“ ermöglicht es Felder mehrere Lieferpläne auf einmal zu ändern. Auch hier gibt es Änderungsprotokolle.

Datenschutz-Grundverordnung

Insbesondere innerhalb der Stammdaten werden ggf. auch personenbezogene Daten hinterlegt. Um der neuen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) gerecht zu werden, bietet SAP via „Information Lifecycle Management“ daher eine Lösung für das Sperren beziehungsweise Löschen von personenbezogenen Daten.

S/4HANA Demosystem

Fiori Demo

SAP IS Retail im Überblick

In diesem Artikel soll die Industrie Solution (IS) für ERP vorgestellt werden, um dann in einem weiteren Artikel die Neuerungen hinsichtlich S/4HANA vorstellen zu können. Über einen sogenannten Retail Switch kann das ERP Industriesystem in ein SAP-Retail-System überführt werden. Diese Änderung kann nicht rückgängig gemacht werden und erfordert eine spezielle Lizenz. Das Material Ledger und die Dispositionsbreiche fallen einerseits weg. Und andererseits sind danach zusätzliche Transaktionen (MM43, WA03, WB02 etc.) verfügbar, es gibt Änderungen hinsichtlich bestehender Menüeinträge, Transaktionen und des Einführungsleitfadens.

Im Retail Business Function Set ist das allgemeine Business Function Set integriert, da in ERP immer nur ein Set pro Systeminstanz aktiviert sein kann.

IS Retail

Betriebsstammdaten

Die Organisationsstruktur im Retailsystem untergliedert sich in den Mandanten, SAP S/4Hana BetriebsstammBetriebe und Lagerorte. Betriebe haben entweder die Aufgabe Waren zu verkaufen (Filiale) oder bereitzustellen (Verteilzentrum, Großhandelslager und Zentrallager). Die Besonderheit ist, dass ein Betrieb immer eine Kombination aus Betriebsstammdaten und Geschäftspartnern darstellt. Ein Betrieb kann mit einem Kundenstammsatz (Filiale) oder einem Lieferanten- und Kundenstammsatz (Filiale und Verteilzentrum) verbunden sein. Außerdem ist ein Betrieb eine bestandsführende und selbst disponierende Organisationseinheit.

Artikelstammdaten

Die Anzeige eines Artikels erfolgt via MM43. Auch hier repräsentieren Sichten (Reiter) die Fachabteilungen. Der Artikelstamm ist allerdings komplexer und es gibt einige zusätzliche Sichten; wie z.B. „Bildbezeichnung“, „Listung“, „POS“, „Logistik: Filiale“ SAP S/4Hana Artikelstammund „Logistik: Verteilzentrum“. Über die Artikelart werden Eigenschaften des Artikels bestimmt und es kann eine Gruppierung, z.B. nach Frischeprodukte, Handelswaren usw., erfolgen. Über den Artikeltyp erfolgt eine nähere Beschreibung. Der Einzelartikel wird direkt an den Kunden verkauft. Sammelartikel bilden eine Zusammenfassung ähnlicher Artikel, die sich z.B. nur hinsichtlich der Farbe unterschieden (Varianten im SAP Klassensystem). Der strukturierte Artikel besteht aus mehreren anderen Artikeln (z.B. 3 Komponenten, die einen Wohnzimmerschrank umfassen). Außerdem kann die Artikelanlage mit Vorlageartikeln optimiert werden. Es müssen dann nur noch einige individuelle Daten (EANs, Preise usw.) gepflegt werden. Die Warengruppen wurden auf einer eigenen Seite erläutert.

Aufteilung

Über einen sogenannten Aufteiler kann die geplante Ware nach definierte Regeln verteilt werden. Einsatzbereiche des Aufteilers sind z.B. die Erstverteilung, der Lagerabbau, Aktionen, saisonale Ware und Streckenbestellungen. Während bei der Streckenbestellung grundsätzlich nur externe Lieferanten als Bezugsquelle berücksichtigt werden, gilt das Gegenteil für den Lagerabbau. Als Besonderheit der Streckenbestellung gilt, dass Betriebe bzw. Kunden direkt beliefert werden; Verteilzentren bleiben außen vor. Beim Lagerabbau können Kunden bzw. Betriebe definiert werden, die die Ware aus dem Verteilzentrum empfangen sollen. Hier wird eine Auslieferung oder Umlagerungsbestellung durchgeführt. Die Erstverteilung erfolgt bei der Einführung einer neuen Filiale.

Point of Sale (POS)

Ist die Kassenlösungen – vom Kassieren bis zur Bonauswertung.

SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance (SLP)

SAP Ariba Supplier Management

Das SAP Ariba Supplier Management setzt sich aus den Module SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance (SLP), SAP Ariba Supplier Risk (SR) und SAP Ariba Supplier Information and Performance Management (SIPM) zusammen. Heute soll SLP kurz vorgestellt werden. In SLP kann der Lebenszyklus des Lieferanten von der Erfassung bis hin zur Ausphasung abgebildet werden. SAP spricht hier von einer 360° Sicht.

Supplier Lifecycle Process

Ein möglicher Prozess durchläuft folgende Phasen: Ein Supplier Request fordert den Einkauf zur Lieferantenprüfung auf und im positiven Fall wird der Lieferant zur Registrierung und Dateneingabe aufgefordert. Danach erfolgt die Lieferantenqualifizierung mit Hilfe von externen und internen Fragebögen und Formularen. Dabei erfolgt die Überprüfung und Untergliederung abhängige von Produkten, Dienstleistungen (Warengruppen/Kategorien) und sogar nach geografischen Beschaffenheiten. Zudem ist eine Abstufung der Lieferanten möglich, d.h. es können bevorzugte Lieferanten festgelegt werden. Beim Ausphasen werden Lieferanten ganz oder für Teilbereiche gesperrt. Im gesamten Prozess können Lieferanten Ihre Daten im Ariba Network jederzeit aktualisieren und diese werden aufgrund der nahtlosen Integration in SAP S/4HANA und ERP übernommen.

SAP Ariba SLP im Video

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SAP Ariba SLP

S/4 HANA without Registration!

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SAP S4 HANA Release 1802

SAP Dienstleistungsbeschaffung

In diesem Whitepaper wird die Komponente SAP ERP MM-SRV zur Dienstleistungsbeschaffung mit allen Integrations- und Optimierungsmöglichkeiten erläutert. Ein Buch, welches das Thema umfassend behandelt, ist bereits in Entwicklung (derzeit 202 Seiten). Das Buch wird die Dienstleistungsbeschaffung im SAP-Umfeld umfassend erläutern; von SAP ERP, über S/4 HANA bis hin zu den Cloudlösungen Ariba und Fieldglass soll ein Gesamtüberblick geboten werden.

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Leseprobe: S/4 HANA Logistikbuch

Dieses Buch vermittelt einen schnellen Überblick für Manager und Logistikberater, ohne sich dabei in Details zu verlieren. Das Buch befindet sich noch in Entwicklung. Weitere Informationen finden Sie hier und eine erste Leseprobe zum Entwurf können Sie via Klick auf das Buch abrufen.

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