Was hat sich in S/4HANA Sourcing and Procurement gegenüber ERP MM geändert?

Der Autor Herr Götte beschäftigt sich seit ca. 2 Jahren mit den Neuerungen des S/4HANA Moduls „Sourcing and Procurement“. Neben der praktischen Arbeit im S/4HANA-System, hat er die entsprechenden Abschnitte der Simplification List, diverse Bücher und Artikel gelesen. Außerdem nahm er an einer Ausbildung und Zertifizierung zum S/4HANA-Berater teil, war auf verschiedenen Fachmessen, Kongressen usw. und ist Autor diverser Veröffentlichungen. Mittlerweile kennt er das „neue“ Modul also bestens und möchte Ihnen daher einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen bieten. Ziel ist dabei keine Auflistung neuer Fiori-Apps, sondern vielmehr der wesentlichen Änderungen im Sourcing and Procurement.  

  • Funktionen aus dem Supplier Relationship Management System (SRM) wurden und werden teilweise in das S/4HANA-System überführt.
  • Funktionen aus dem Supplier Lifecycle Management (SLC) werden und wurden unter dem Namen Lieferanten- und Kategoriemanagement in das S/4HANA-System überführt. Statt der bekannten SLC-Hauptkategorien, werden Warengruppen in Einkaufskategorien bereitgestellt. 
  • Die Außenhandelslösung aus dem MM- und SD-Modul wird auf Global Trade Services (GTS) vereinfacht, sodass es nur noch eine und zwar die bessere Lösung gibt. Die Intrastat-Funktionen gibt es aber immer noch im S/4HANA-System.
  • Tabellenanzahlreduzierung und das neue Datenmodell in der Bestandsführung. Die Tabelle MATDOC ersetzt nun viele Aggregation, Indizetabllen, enthält all Kopf- und Positionsdaten (statt MKPF & MSEG) sowie weitere Attribute. Damit ermöglicht sie ad-hoc Bestandsauswertungen (Aggregtionstabellen daher unnötig), verringert Sperrkonflikte und ermöglicht eine einfache Berichterstattung, da in Ihr fast alle Informationen gespeichert sind. Für die Abwärtskompatibilität gibt´s übrigens Views (Core Data Services-Views), welche eine ad-hoc Aggregation ermöglichen und von Kundeneigenentwicklungen, wie die alten Tabellen aufgerufen werden können. Weitere Details zum IM-Datenmodell finden Sie im Artikel inkl. Video. und falls Sie tiefer in die Thematik SAP HANA Datenbank und das neue Datenmodell einsteigen möchten, finden Sie dazu ebenso ein Whitepaper von Herrn Götte.
  • Das jetzt obligatorische Material-Ledger ermöglicht als Nebenbuch die Materialbewertung in mehreren Währungen sowie die parallele Rechnungslegung. Außerdem ist es die grundlegende Voraussetzung für die optionale Istkalkulation, mit jener die Materialbestände, Ware in Arbeit und Selbstkosten mit gewichteten durchschnittlichen Kosten bewertet werden. Die empfohlene Deaktivierung des statistischen gleitenden Durchschnittspreises, trägt ebenso erheblich dazu bei, den Durchsatz an Transaktionsdaten bei Warenbewegungen zu optimieren (Sperrkonflikte zu verringern). Nebeneffekt ist eine bessere Skalierbarkeit der Geschäftsprozesse sowie eine geringere Nutzung der Systemressourcen.
  • Wegfall von Transaktionen: Die MIGO-Transaktion ersetzt die vielen obsoleten MB-Transaktionen (MB01, MB1Am MBST usw.). Auch die vielen Vorgängertransaktionen (ME21-ME27, ME53-ME54, ME59, MR01, MR1M) die bereits im ERP-System Nachfolgertransaktionen hatten (ME22N, ME52N etc.), wurden aus dem Support genommen. Eine lange Liste mit Transaktionen für den MM Außenhandel wurde ebenso obsolet; bis auf ein paar Ausnahmen. Neben den Nachfolgertransaktionen wurden und werden zudem Fiori-Apps und virtuelle Datenmodelle (VDM) bereitgestellt. Details via SAP Notes: Veraltete TCs zur Bestandsführung (2210569), 144081 veraltete Rechnungsprüfungstransaktion MR1M ersetzt MR01; 1803189 Support-Ende für ME21, ME51 usw.
  • Wegfalls von BAPIs: Genauso wie die Transaktionen (ME22, ME49, ME52 etc.), wurden nun auch die zugehörigen BAPIs für die Business-Objekte Bestellanforderung, Bestellung und Lieferantenrechnung obsolet. Details via SAP Note: 1803189
  • Weitere Bewertungen z.B. zum Auftragsbestand, Projekteinzelbestand, Lieferantensonderbestand usw. wurden bereitgestellt.
  • Weniger Datenbanksperren: Zum Beispiel, weil es weniger Bestandsführungstabellen gibt, Tabellenänderungen nur noch als neuer Eintrag vorgenommen werden (Datensätze werden nicht mehr gelöscht oder geändert), man den statistischen gleitenden Durchschnittspreis deaktivieren kann usw. Bei Warenbewegungen (z.B. morgens, wenn viele Lieferungen eintrafen) gab es z.B. bei Kunden zuvor regelmäßig Sperrkonflikte und Verzögerungen.
  • Materialpreise in mehreren Währungen: Dank des obligatorischen Material-Ledgers wird die Materialbewertung in mehreren Währungen ermöglicht; d.h. in MM02 und MR21 können daher in mehreren Währungen Materialpreise eingegeben werden. Da in S/4HANA Finance die Salden der Bestandskonten für jede Währung einzeln berechnet werden, wird eine konsistente Bewertung sichergestellt.
  • Stammdaten: Geschäftspartnerstammsätze statt Lieferanten- und Kundenstammsätze, Materialnummern können von 18 auf 40 Stellen via SPRO erweitert werden, Fiori-Apps zur Massenpflege/Monitoring von Kontrakten, Infosätzen usw. 
  • Ariba-Integration: Zugriff auf viele Lieferanten/Kataloge, Ausschreibungsprozesse, Guided Buying usw. Der große Funktionsumfang kann hier nur angedeutet werden. Was S/4HANA auszeichnet ist die einfache Integration dieser und ähnlicher Cloud-Lösungen sowie die nahtlose grafische Bereitstellung, über die der Anwender überhaupt nicht mehr merkt auf welchem System er gerade arbeitet.
  • Die neue Benutzeroberfläche Fiori bietet mit vielen KPIs, Analysen und rollenbasierten, auf jedes Gerät anpassbaren Oberflächen einen systemübergreifenden und attraktiven Zugang für die Anwender.
  • Ausgabemanagement und Nachrichtensteuerung: Statt der aus MM und SD bekannten Nachrichtenfindung NAST, setzt SAP zukünftig auf das Business Rule Framework (BRF+).  Details zur BRF+-Konfiguration finden Sie im SAP Note 2228611. Als Drucktechnologien werden Smart Forms und Adobe Forms (m/o Fragmenten) unterstützt. Im SAP Script Repository (SO10 und SE78) können Kunden auch weiterhin Texte und Logos zentral pflegen.  
  • Central Procurement, zentralisierter Bestellanforderungs-Hub, Kontraktverwaltungs-Hub usw.
  • Predictive Contracts mit Hilfe von Machine Learning bzgl. Kontraktinanspruchnahme
  • Workflows z.B. für den Genehmigungsprozess und viele weitere Prozesse, helfen dabei Prozesse zu beschleunigen und zu automatisieren.
  • Preisfindung und Konditionstechnik: Nur die Tabelle KONV wurde durch PRCD_Elements ersetzt, um Preisinfos persistent zu speichern. Bzgl. Eigenentwicklungen können die SAP Notes 2220005 und 2189301 weiterhelfen; ansonsten ändert sich nicht viel.
  • Sehr viele Auswertungsmöglichkeiten, vorbereitete Fact Sheets, KPIs, grafische Übersichten sowie leicht zu erstellende Auswertungen. So bekommt man z.B. einen Überblick, was noch freizugeben ist, welche Bestellanforderungen zu bearbeiten sind oder inwiefern ein Mengenkontrakt bereits ausgeschöpft wurde.

Die Liste ist bereits lang und übersteigt langsam den Umfang eines Artikels. In einem weiteren Artikel werden noch einmal die wesentlichen Änderungen, die in der Simplification List beschrieben werden, zusammengefasst. Alles kann man leider nicht in einem Artikel aufgreifen. Ganz allgemein gilt, dass sich die ERP-Prozesse nicht wesentlich geändert haben. Aber es gibt neue Markttrends, wie die Benutzererfahrung, mobile Geräte, mehr Daten als Auswertungsgrundlage (BigData, IoT, Sensoren etc.), eine Verlagerung der Aufgaben, Individualisierung via Standardlösungen usw., denen SAP mit all den neuen Produkten (S/4HANA, SCP, Leonardo, Ariba, Fieldglass usw.) Rechnung trägt.  

S/4HANA-Beraterausbildung auch als SAP Senior Consultant?!

Diesmal wähle ich den Blog-Stil und möchte mit Euch/Ihnen einen Erfahrungsbericht zu meiner aktuell laufenden S/4HANA-Ausbildung und meinen Beweggründen teilen. Man fühlt sich etwas an die alten Zeiten als Schüler und Student zurückversetzt. Ich lerne neue Leute kennen und es bildet sich über die Zeit hinweg eine richtig gute Gemeinschaft. Ich erinnere mich noch an meine erste SAP Beraterzertifizierung im Jahr 2008. Mit Einigen hatte ich auch Jahre später noch gelegentlich Kontakt. Andere traf ich erneut auf weiteren SAP Schulungen usw. Die SAP Welt ist klein und daher sind SAP Schulungen immer auch Networking-Veranstaltungen. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, macht einfach Spaß und verbindet. Neben den Übungsaufgaben am S/4HANA-System, setzen wir sogar ein eigenständiges Projekt um.

So eine S/4HANA-Ausbildung ist einfach perfekt, um schnell Wissen aufzubauen. SAP stellt dafür ein S/4HANA-System namens IDES zur Verfügung. Dort sind die Konfigurationen, Stammdaten und Prozesse immer genauso vorbereitet, dass man dort loslegen kann, wo der größte Lerneffekt erzielt wird. So lerne ich im September und Oktober vermutlich mehr, als während eines einjährigen S/4HANA-Projekts. Die Kombination aus Praxiserfahrung und Schulungen, hat sich für mich bewährt. Die Praxis benötige ich, um zu wissen welches Wissen besonders wertvoll ist und die Theorie hilft dabei Wissen abzurunden. Im Arbeitsalltag muss man Anforderungen effizient umsetzen. Dabei kommt dann der Blick über den Tellerrand auch mal zu kurz. Genau dieser ist aber erforderlich, um ein erstklassiger Berater zu werden.

Gute Berater kennen nicht nur einen Weg, sondern das von SAP bereitgestellte „Lösungsportfolio“. Sie wissen nicht nur wie etwas funktioniert, sondern auch warum. Sie kennen sehr individuell entwickelte SAP-Systeme von Großkonzernen, genauso wie den SAP Standard und Best Practices. Gerade mit den S/4-HANA-Projekten geht in vielen Unternehmen auch ein Überdenken der Geschäftsprozesse und Systemkonfigurationen einher. Was früher nur über Eigenentwicklungen realisiert werden konnte, ist ggf. mittlerweile im Standard verfügbar. Man muss allerdings wissen, dass SAP dafür im Standard eine Lösung bereitstellt! Das Produktportfolio von SAP ist in den letzten Jahren sehr groß geworden. Und es gibt sehr viele Zusatzprodukte, wie z.B. Ariba, Fieldglass, Leonardo usw. Die Annährung an den Standard kann also einerseits über die neuen Möglichkeiten des S/4HANA-Systems, aber andererseits auch durch standardisierte SAP Zusatzprodukte erreicht werden. Ich verschaffe mir mittlerweile seit fast zwei Jahren mit Begeisterung einen Überblick. Vermutlich werden all die neuen SAP-Produkte mich nahezu bis zur Rente begleiten. Die Einführung des Nachfolgesystems von S/4HANA, verfolge ich vermutlich nur noch aus einer Managementposition ohne dort konkrete Erfahrungen zu sammeln. S/4HANA ist also das System, welches ganz wesentlich mein Berufsleben begleiten wird.  

Meine erste Beraterzertifizierung lag übrigens bei fast 15.000 Euro; für die SAP Akademie, Hotels, Reisen usw. Glücklicherweise wurde damals noch Siemens zur Kasse gebeten. Mittlerweile bekomme ich aber kein reguläres Gehalt mehr und muss daher die entgangenen Einnahmen und erforderlichen Ausgaben im Blick behalten. Wem es ähnlich geht, dem kann ich gute Ratschläge geben. Die Kosten für solch einen Lehrgang lassen sich nämlich auf verschiedene Art und Weise erheblich reduzieren.

Zum aktuellen Ausbildung: In S/4HANA wurde und wird ein Überblick für z.B. Berater, Manager und Architekten vermittelt. Aufgabe war/ist es alle Module, Kernprozesse, Organisationsstrukturen, Bewegungs- und Stammdaten im System aufzubauen, um deren Neuerungen & Integration zu verstehen. Inhalt waren S/4HANA Enterprise Management inkl. Fiori bzgl. Sourcing and Procurement, Manufacturing, Sales and Distribution, Financial Accounting, Management Accounting, Inventory Management, Warehouse Management, Project System, Enterprise Asset Management und Human Capital Management. Die praktische Umsetzung am System wurde durch ein Zertifikat belegt und um eine S/4HANA Beraterzertifizierung seitens der SAP SE ergänzt. Vorab und im Anschluss erfolgte/erfolgt die Vertiefung im S/4HANA Procurement und Manufacturing.

Übrigens stehe ich nach dieser Schulung zur Verfügung und freue mich über S/4HANA-Projektangebote aus der Region Hannover (100km). Da es sich um eine Präsenzschulung handelt, bin ich allerdings derzeit nur abends und via E-Mail erreichbar. PDF-Profil von Timo Götte.

10 Tipps für SAP Profis

  1. Änderungsbelege auswerten: Tabellenänderungen via Report (SA38) RKSE16N_CD_Display oder Objektänderungen via Report RSSCD100; beispielweise zu den Objektklassen Einkauf (EKBELEG) und Verkauf (VERKKBELEG) .
  2. Schlüssel in Dropdown-Listen anzeigen: Zum Beispiel damit nicht nur Terminauftrag, sondern auch TA angezeigt wird. In der SAP GUI „lokales Layout anpassen“ und Optionen wählen. Unter „Interaktionsdesign/Visualisierung 1, kann der Haken für die Schlüsselanzeige gesetzt werden.
  3. Periodenverschieber- und Buchungsperiodenpflege: MMPV ist der Periodenverschieber in MM, die Buchungsperiode wird in FI via OB52 und in CO via OKP1 geöffnet.
  4. Transaktion trotz fehlender Berechtigung starten: Oftmals kann man via SE16N und TSTC das Programm zur Transaktion ermitteln und in der SE38 lässt sich dieses dennoch ausführen. Übrigens finden Sie dort alle Transaktionen des SAP Systems; mittlerweile über 120000. Via SM01 können Sie teilweise auch selber Transaktionen entsperren.
  5. Unzulässige Passwörter ermitteln: Bei einigen Kunden müssen die Passwörter sehr regelmäßig geändert werden. Dann kann es durchaus helfen über die Tabelle USR40 zu ermitteln, welche Passwörter man nicht mehr vergeben darf.
  6. Arbeitserleichterung bei gleichbleibenden Feldeingaben: Gibt es Felder, die Sie ohnehin immer mit denselben Werten füllen, dann schauen Sie sich mal die technischen Informationen zum Feld (via F1) an. In den Felddaten findet man die Parameter-Id. Auf dem Startbildschirm im Menü System/Benutzervorgaben/Eigene Daten/Reiter: Parameter können Sie die Parameter ID in die Spalte SET/GET-Parameter-ID eintragen und in die Spalte Parameterwert Ihren üblichen Eintrag. Nachdem [Speichern] wird dieser Wert für Ihren User immer als änderbarer Eintrag vorbelegt.
  7. Starttransaktion festlegen: Prüfen Sie ohnehin jeden Morgen zum Beispiel zuerst die Jobs (SM37), so können Sie über das Menü (Zusätze/Starttransaktion) direkt festlegen, dass diese Transaktion beim Einloggen ausgeführt werden soll.
  8. Markieren und kopieren in einem Schritt: Über das lokale Layout in der Navigationsleiste, kann dazu „schnell ausschneiden und einfügen“ ausgewählt werden.
  9. Ermittlung wie aktuell das Kundensystem ist (EHP): Im Menüpunkt „Systeme“ unter dem Menüeintrag „Status“, findet man im Popup den Abschnitt SAP-Systemdaten und kann dort die Details öffnen. Im darauf folgendem Popup finden Sie im Reiter „Installierte Softwareversionen“ die aktuelle EHP-Version.
  10. Aktuell im System angemeldete User ermitteln: Üblicherweise wird dafür die SM04 aufgerufen, aber diese listet nur die Benutzer einer bestimmten Instanz auf. Da sich Berater oft im Testsystem aufhalten, erliegen Sie gerne dem Trugschluss, dass die SM04 mit der AL08 gleichzusetzen ist. Testsysteme haben nämlich oftmals nur eine Instanz. Im produktiven System erfolgt jedoch die Lastverteilung vielfach auf verschiedene Instanzen und dann kommt der Unterschied zum Tragen. Via AL08 können Sie eine systemweite Übersicht zu aktuell angemeldeten Usern aufrufen. Die Instanz können Sie übrigens via SM51 wechseln.

Die Übersicht zu den Kurzbefehlen, könnte für Sie ebenso interessant.

Whitepaper zum S/4HANA-Datenmodell und zur HANA-Datenbank

Im Whitepaper bekommen Sie einen Einblick in das neue SAP S/4HANA Datenmodell und die HANA Datenbank. Am Beispiel Bestandsführung (S/4HANA Inventory Management), wird die Vereinfachung des neuen Datenmodells veranschaulicht. Außerdem bekommen Sie einen Überblick über die existierenden SAP Tabellenbrowser sowie eine detaillierte Erläuterung des neuen SE16H-Tabellenbrowsers. Um eine bessere Abwärtskompatibilität sicherzustellen, wird die Zahl der Datenbankviews mit dem S/4HANA-Datenmodell deutlich zunehmen. Ein guter Grund deren Anzeige, Erstellung, Pflege und Analyse zu erläutern. Auf die Ermittlung, Pflege und Analyse von Tabellen wird ebenso eingegangen. Außerdem bekommen Sie einen Einblick, welche Erkenntnisse (zum Beispiel hinsichtlich des Customizings) auf Tabellenebene gewonnen werden können.  Via Klick können Sie das PDF öffnen:

SAP S/4HANA Procure-to-Pay-Prozess

Einführungsvideos zum Beschaffungsprozess vom S/4HANA-Guide Jonathan Harsanyi. Die gesamte Videoserie finden Sie hier. Im Prinzip können Sie aber mit der Bestellanforderung beginnen und die Videos hintereinander ablaufen lassen. Es wird der gesamte Beschaffungsprozess von der Bestellanforderung, dessen Freigabe und Umsetzung in eine Bestellnung, der zugehörige Wareneingang bis zur Lieferantenrechnungserfassung vorgeführt. So einfach wird zukünftig der Beschaffungsprozess für den Endanwender. Weitere Videos von Jonathan und anderen Guides finden Sie in der Videothek.

SAP S/4HANA Bootcamp

Eine von der SAP Community für die SAP Community organsierte Schulungsreihe mit fachlichem Knowhow-Austausch und S/4HANA-Testsystem. Bisher handelt es sich um 20 SAP Berater (Freiberufler), ergänzt um eine kleine SAP Beratung und die Unterstützung einer Fachhochschule, die insbesondere S/4HANA-Zugänge ermöglicht. Geplant sind Vorträge von Erfahrungsträgern und ganz nebenbei wird sich ein gewinnbringendes Networking ergeben. Die Termine werden ab Oktober geplant und über einen längeren Zeitraum (gelegentlich) stattfinden. Dieses Angebot hat allerdings einen regionalen Fokus, daher wird auf Deutsch kommuniziert.

Einige Freiberufler suchen händeringend einen S/4HANA-Einstieg und Kunden erfahrene Experten- hier gibt´s einen Lösungsansatz für dieses Dilemma. Bis zum 13.08.2019 können Sie gerne Ihr Interesse- zum Beispiel über das Kontaktformular- kundtun. Weitere Details folgen via E-Mail.

SAP S4HANA Bootcamp Trainings Schulungen Testsystem Ausbildung Fortbildung

SAP S/4HANA Order-to-Cash-Prozess

Einführungsvideos zum Verkaufsprozess vom S/4HANA-Guide Jonathan Harsanyi. Sie bekommen einen ersten Eindruck, wie einfach und intuitiv die Handhabung der neuen Benutzeroberfläche (Fiori) für die Endanwender wird. Weitere Videos finden Sie übrigens in unserer Videothek.

Vom Kundenauftrag bis zur Faktura

Angebots- und Anfrageprozess

Auslieferung anlegen, Kommissionierung und Warenausgang

Mobile Architektur unter S/4HANA und ERP

SAP Mobile Architecture mobile Architektur SCP SAP Cloud Platform SMP SAP Mobile Platform oData Gateway
  1. Teil der digitalen Transformation ist auch die Einbindung der mobilen Geräte. Neben der Datenanzeige, kann auch eine Datenänderung und der entsprechende Abgleich mit einem SAP System erforderlich sein. Als mobile Endgeräte kommen nicht nur die aus den Lagern und der Produktion vielfach bereits langfristig eingesetzten Scanner in Frage, sondern z.B. auch Smartphones, Tablets, Notebooks und sogar Uhren. Fiori-Anwendungen setzen dabei lediglich einen HTML5-fähigen Browser voraus.  
  2. Sie können sich zwischen der unternehmensintern gehosteten Lösung SAP Mobile Platform (SMP) oder der extern gehosteten SAP Cloud Platform (SCP) entscheiden. Mögliche Anbieter sind z.B. SAP und Amazon (AWS). Alle Lösungen beinhalten unter anderem die Entwicklungsumgebung (SDK), die Benutzerverwaltung, Services zur Anbindung und ein Datenmanagement. Von den Anbietern bekommen Sie zudem Apps zur Anbindung für unterschiedliche Betriebssysteme (IOS, Android usw.), eine Datenbank und viele weitere Lösungen; z.B. Offline-Funktionalitäten. Die SAP Cloud Platform ist sehr unkompliziert und wird daher vom Autor empfohlen; ein späterer Wechsel auf die On-Premise-Lösung wäre unkompliziert. Schauen Sie sich gerne auch das Video zur SAP Cloud Platform an.
  3. Die Anbindung der Geräte mit der SAP Cloud Platform oder SAP Mobile Platform erfolgt über das Open Data-Protokoll (oData). Dieses Protokoll bietet alle Operationen vom Lesen bis zum Erstellen, Pflegen und Löschen und basiert wiederum auf dem HTTP-Protokoll. Die Kommunikation seitens SCP/SMP mit dem Gateway erfolgt ebenso via oData-Protokoll.
  4. Via Gateway (SAP NetWeaver Gateway) wird schließlich der Zugriff auf alle SAP-Systeme ermöglicht.
  5. Es können nicht nur ERP und S/4HANA, sondern auch SCM, SRM, Ariba, C/4HANA usw. gemeinsam eingebunden werden.

Welchen Mehrwert bringt S/4HANA ganz konkret für Ihre Branche und Ihren Geschäftsbereich?

Über dieses Tool und dessen Auswahlmöglichkeiten, können Sie den für Sie relevanten Mehrwert anzeigen lassen. Dazu gibt es 23 Branchen zur Auswahl (Retail, Automotive, Mill Products etc.) und 11 Geschäftsbereiche (Procurement, Manufacturing, Supply Chain etc.). Passend zu Ihrer Auswahl werden dann Vorteile, Fallbeispiele, Links, Videos usw. angezeigt.

So können Sie z.B. Retail und Procurement wählen und erhalten daraufhin eine Übersicht mit 12 Kacheln (bspw. Bestand, Datenqualität und Reporting). Diese Kacheln enthalten Informationen zum Thema Einkauf im Handel. Über einen Klick auf eine Kachel, gelangen Sie in die Details. Das Tool ist noch nicht perfekt, bietet aber eine erste Anlaufstelle und wird regelmäßig weiterentwickelt. Auch unsere Videothek oder die guided S/4HANA Simulation, sind hilfreiche Einstiegsmöglichkeiten.

SAP S/4HANA Business Value Advisor Mehrwert Neuerungen